Mindestlohn für Selbstständige

4. April 2008 – 00:55

Was habe ich diese ewigen Debatten und Streiks zu Mindestlöhnen satt… Wo ist da die Gerechtigkeit?

Wer trägt denn eigentlich das “unternehmerische Risiko” im Lande ?! Die Banken-Spekulanten oder gar die das Volk umgarnende Politik samt Chergen?! Die Angestellten und Beamten?!

Das Risiko tragen wir – die Selbstständigen, der sogenannnte Mttelstand, – und führen zum Erfolg.
Wir – die Solo-, Klein- und Mittelständischen Unternehmer/Innen.

Zum Beispiel: Als niedergelassene Ärztin in der staatlichen Bestallung verdiene ich grad mal € 5,26 BRUTTO pro Stunde – also vor Steuer.

Das sind nur 33% dessen, was meine angestellten Helferinnen bekommen.

Dafür habe ich allerdings keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld oder andere “soziale” Sicherungssysteme im Notfall.

Aber ich sichere 2 Arbeitsplätze für medizinische Fachangestellte, 1 Ausbildungsplatz für medizinische Fachangestellte und 1 Weiterbildungsplatz für eine/n Kollegen/Kollegin in der Facharztweiterbildung.

Ist das gerecht?!

Ich fordere einen Mindestlohn für Selbstständige !!!

Erster und wesentlicher Unterstützer ist Michael. Creator des Logos.
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Mindestlohn für Selbstständige !!!

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  1. 42 Kommentare zu “Mindestlohn für Selbstständige”

  2. miriam

    vor einigen jahren hatte ich ein kleines unternehmen mit nach einiger zeit 20 angestellten. welches nach 4 jahren den bach runterging. dennoch: Über 3 jahre ein gutes und wertvolles arbeitsumfeld für meine mitarbeiter.

    im laufe der letzten 15 jahre war ich immer wieder erstaunt, wie wenig “ernst” kleine unternehmen bzw. selbstständige genommen werden: solange alles gut läuft, ist alles fein. aber sobald krisen da sind, ziehen sich banken, staat etc. zurück.

    und krisen gibts immer: wer sich unternehmerisch engagiert geht immer risiken ein und wird vielleicht auch mal “scheitern” (<- so nennt es unsere gesellschaft, ich bin da anderer meinung) zwischendurch. das ist das leben, vor allem das wirtschaftsleben. aber kriselnde oder gar scheiternde unternehmen will keiner haben oder sich ernsthaft auseinandersetzen mit ;)

    daher finde ich den anstoß des themas gut! denn mindestlohn gehört ebenfalls dazu (um das unternehmen aufzubauen bin ich sehr ins finanzielle risiko gegangen und habe in 4 jahren ca. ein jahr entsprechend meiner tätigkeit und den rest nicht wirkich gut verdient).

    inzwischen denke ich, ich (er)schaffe mir meinen eigenen mindestlohn. ich entscheide bei jedem job, als selbstständige, ob ich diesen zu dem angebotenen budget annehme. ich bin mein mindestlohn, könnte man sagen… aber mir ist klar, dass das für ärzte nicht zutrifft. weil diese ja auch nur in einer art erzwungener halbständigkeit sind: verantwortung ja bitte, eigenständig preise aushandeln (zb mit der kasse) nein danke. so kann es nicht funktionieren… erinnert mich an projektmanagement: 100% volle verantwortung und pflichten aber nur 50% spielraum und möglichkeiten, diese zu erfüllen.

    liebe grüße!
    miriam :)

    geschrieben von miriam am 04. Apr, 2008

  3. shana

    Es ist unglaublich, wie wir Ärzte verheizt werden! Die sich immer weiter leerenden Kassensitze hier in Deutschland – eine von Ulla Schmidt noch vor kurzem völlig abgestrittene Problematik – spricht ohnehin schon Bände…
    Es gehört ja wohl auch schon mehr als nur Idealismus dazu, um für 5,26 € brutto Stundenlohn zu arbeiten!
    Aber die Problematik der Ärzte differiert schon von der der Selbständigen im allgemeinen (die ich nicht unterschätzen möchte), aber beide sollten m. E. nicht als Eins betrachtet werden.
    Shana

    geschrieben von shana am 04. Apr, 2008

  4. Doc Sarah

    Zur Vermeidung vom Mißverständnissen: es geht mir um die soziale Gerechtigkeit der ganzen unseligen Debatte…
    Wenn sowas wie ein Mindestlohn überhaupt implementiert wird, dann aber doch bitte gleich für alle, also auch für selbstständige Solo- und Kleinunternehmer ;-)

    @miriam & shana: leider sehr wahr: mensch kann ärtze nicht mit freien unternehmern vergleichen..

    geschrieben von Doc Sarah am 04. Apr, 2008

  5. christina

    super, da bin ich gerne mittendrin, danke für die kampagne :)

    neben den von euch genannten missständen, kann ich auch nur den kopf darüber schütteln, dass man als selbständiger heute keinen dispo kredit mehr bekommt, grundsätzlich, da ist schon höchste kreativität gefragt.

    nicht mal mit immobilie als sicherheit gibts nen DISPO – wie soll ich als selbständiger da investieren oder auch einfach mal ne maue auftragslage überbrücken?

    klar, wenn man die bank besticht oder sich gut versklavt, geht nach langem hin und her auch ohne b-vitamin-kontakte zu bank mal hier und mal da was und bei vielen laufen ja noch dispos aus der vergangenheit weiter. grundsatz aber ist:

    kein DISPO für selbständige

    wie sind wohl nicht vertrauenswürdig – und wenn ich mir so unsere behandlung im ganzen zu gemüte führe, könnte man meinen, wir selbständigen seien staatsfein Nr.1, immerhin sind wir (über)lebenskünstler, können haushalten, tauschen statt kaufen und sind erfinderisch … verdienen zwar nix, aber das zeichnet auch aus, dass unser job unsere berfung und 100% passion driven ist ;)

    viel erfog, danke für die aktion und alles liebe :) christina

    geschrieben von christina am 04. Apr, 2008

  6. Susanne Melles

    Was soll man denn als Selbständiger in einem Land erwarten, in dem der Arbeitsminister öffentlich über die Profitgier (!) der Unternehmer herzieht.
    Von den Steuern dieser Profitgeier lebt es sich dann aber ganz bequem. Und die eine oder andere Diätenerhöhung lässt sich damit auch ganz einfach finanzieren.

    Eine sehr bedenkliche Entwicklung ist in jedem Fall, dass diejenigen, die letztendlich das Risiko tragen und somit eine freie Wirtschaft erst möglich machen, sich solche Frechheiten anhören müssen.

    Unternehmertum wurde in einem Teil dieses Landes schon mal verdammt. Das Ergebnis dürfte allen bekannt sein.

    geschrieben von Susanne Melles am 04. Apr, 2008

  7. Elita Wiegand

    Vielleicht ist der Mindestlohn für Selbstständige längst überfällig? Einzel-und Kleinunternehmer buckeln jede Menge, sind genügsam, arbeiten ohne Ende, geben sich mit Dumpingpreisen zufrieden -und für unser geringes Einkommen geben wir uns oft auch noch die Schuld und arbeiten noch mehr!
    Natürlich begrüße ich, dass sich in Deutschland immer mehr Menschen selbstständig machen, aber mal ehrlich, warum? Viele können die Konzernstrukturen nicht mehr ertragen und wollen nur noch raus, andere werden entlassen und wieder andere wollen sich endlich selbst verwirklichen. Der Preis für das eigene kleine Unternehmen ist jedoch groß: Nicht nur, dass man zu wenig verdient, häufig werden auch noch sämtliche Reserven wie Lebensversicherungen, Bausparverträge etc. in die Firma gesteckt. Heißt, dass in Zukunft jede Menge Menschen langfristig verarmen.
    Statt eines Streiks, zu dem Sarah aufforderst, fände ich es wichtiger, dass sich die gebeutelten Selbstständigen „outen“, anstatt sich hinter der “Mir geht es so gut Fassade zu verbergen”. Wir können uns nur dann gegenseitig unterstützen, wenn wir die Situation der Solo-und Kleinunternehmer transparent machen.
    Danke für Deinen ersten Schritt hier im Blog.

    geschrieben von Elita Wiegand am 05. Apr, 2008

  8. Doc Sarah

    die botschaft ist also angekommen…
    dank euch allen! miriam, shana, christina, susanne, michael… und all denen, die mir gemailt haben, weil sie nicht bloggen möchten dazu…

    der “streik” ist ja bloß teaser…

    elita hat es aufgegriffen:

    “Statt eines Streiks, zu dem Sarah aufforderst, fände ich es wichtiger, dass sich die gebeutelten Selbstständigen „outen“, anstatt sich hinter der “Mir geht es so gut Fassade zu verbergen”. Wir können uns nur dann gegenseitig unterstützen, wenn wir die Situation der Solo-und Kleinunternehmer transparent machen.”

    bewegen wir was!

    geschrieben von Doc Sarah am 05. Apr, 2008

  9. Susanne Melles

    Oh, da hatte ich doch versehentlich Otmar Schreiner (SPD) gleich zum Arbeitsminister gemacht. Lt. manager magazin war es Herr Schreiner, der so eine hohe Meinung von Unternehmern hat.

    geschrieben von Susanne Melles am 05. Apr, 2008

  10. Michael Lalk

    Danke, Doc. Sarah, dass Du das Thema aufgegriffen hast.
    Wenn Selbständigkeit nicht so eine Droge wäre, so würde ich heute sicher zu den sesselpup…Typen gehören.
    Aber ich wollte nie ein Angestellter sein, habe immer ungern irgendwo angestellt.
    Bin gespannt, ob die Blogger die Diskussion aufnehmen.
    Ich habe im Blog heute kurz Stellung bezogen:
    http://www.baudaxblog.de/2008/04/05/mindestlohn-fur-selbstandige/

    geschrieben von Michael Lalk am 05. Apr, 2008

  11. Michael Lalk

    € Susanne Melles:
    Dieser Sozialromantiker Otmar Schreiner ist oder war Mitglied des Aufsichtsrates “BBJ Consult AG”.
    Passt genau!

    geschrieben von Michael Lalk am 06. Apr, 2008

  12. Wolf Achim Wiegand

    Ich schließe mich der Forderung an und verlange, den Mindestlohn für Selbständige insbesondere auch an freie Journalisten und Kommunikationscoachs sowie PR-Berater auszudehnen. Jetzt. Sofort.

    geschrieben von Wolf Achim Wiegand am 06. Apr, 2008

  13. Doc Sarah

    recht so, wolf!
    und dank euch allen für die unterstützung diese kampagne… wir brauchen aber noch viel mehr support… also: alle informieren!!!

    geschrieben von Doc Sarah am 06. Apr, 2008

  14. Holger A. L. Faß

    Hallo,

    eine gute Idee!

    Da ich viele angehende Existenzgründer/innen und auch zahlreiche Selbständige und Freiberufler berate kriege ich oft sehr nah mit, wie hoch motiviert die Selbständigen sind. Dazu kommt so gut wie immer eine große Bereitschaft, auf Privilegien, Alterssicherung, Statussymbole, große finanzielle Reserven zu verzichten. Das natürlich nicht dem Wunsch entsprechend, aber um die eigene Idee zu realisieren wird es hingenommen.
    Wer Angestellt hat behandelt sie meist besser als sich selbst. So weit meine Beobachtung (und nicht eine wissenschaftliche Untersuchung).

    Und ich kenne es nicht nur von meinen Klient/innen, sondern natürlich auch von mir selbst: außer Überbrückungsgeld vom Arbeitsamt seinerzeit habe ich nie einen Pfennig / Cent Unterstützung von Seiten des Staates, einer Bank etc. gesehen. In gewisser Weise bin ich auch stolz darauf, es trotzdem “geschafft” zu haben. Ich lebe noch ;-) und kann meine Miete zahlen und sogar meine Lebensmittel im Bio-Supermarkt einkaufen. Kollegen von mir können das nicht.

    Fatal ist es, wenn ich mal krank bin – was zum GLück seit meinem Schritt in die Selbständigkeit nur zwei mal vorkam. Fiebrig im Bett zu liegen, wissend, dass man a) gerade nichts verdient, b) keine neuen Kontakte für Aquise etc. machen kann, also auch nach der Gesundung nicht sofort in gleichem Maße wieder verdient, und c) obendrein sich alles austapelt, was nicht weggearbeitet werden kann (Buchhaltung, Steuerkram, Kundenanfragen) kann ganz schön an die Substanz gehen.

    Ich weiß nicht, ob ich ein Mindestlohn begrüßen würde. Zu diesem Thema habe ich (noch) keine eindeutige Meinung. Aktuell scheint mir an der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens was dran zu sein, wovon ebenfalls die Selbständigen profitieren würden. Aber politisch wichtig ist auf jeden Fall, Selbständigkeit auch zu fördern – gerade wenn mehr Selbständige gewünscht sind. Eine Förderung besteht eben nicht nur aus einer einmaligen Starthilfe (die übrigens je nach Situation gerade für Kleinst-Unternehmer/innen oft nicht zu haben ist), sondern in sozialen Sicherungssystemen. Doch da fährt der Zug ja seit ein paar Jahren in eine andere Richtung: während Gewinne verstaatlicht werden, werden Risiken privatisiert. Ein unguter Trend.

    Mögen solche Diskussionen wie hier weiter zum Nachdenken anregen!

    Viele Grüße,
    Holger A. L. Faß
    gepr. Astrologe DAV

    geschrieben von Holger A. L. Faß am 07. Apr, 2008

  15. Claudia

    Wirklich eine super Kampagne, Sarah !!!

    Ihr sprecht mir alle von der Seele ! Auch ich bin für den Mindestlohn für Selbständige und schließe mich den Forderungen an.
    Gemeinsam sind wir stark !!!

    L.G. Claudia

    geschrieben von Claudia am 07. Apr, 2008

  16. Doc Sarah

    holger schreibt:

    “Doch da fährt der Zug ja seit ein paar Jahren in eine andere Richtung: während Gewinne verstaatlicht werden, werden Risiken privatisiert. Ein unguter Trend.”

    trefflich formuliert! so isses ja leider. noch. ;-)

    geschrieben von Doc Sarah am 07. Apr, 2008

  17. Holger A. L. Faß

    ” noch. ;-)

    stimmt – wir arbeiten dran, diesen Zug aufzuhalten ;-)

    und das noch ganz nebenbei, nicht hauptberuflich *fg*
    ;-)

    geschrieben von Holger A. L. Faß am 07. Apr, 2008

  18. Doc Sarah

    … und ganz ohne gewerkschaft *sfg*..

    geschrieben von Doc Sarah am 07. Apr, 2008

  19. Dagmar

    ….wieso eigentlich Mindestlohn für Selbstständige?
    Ich will Höchstlohn! :-)
    Da man ja vom Mindestlohn bekanntlich nicht exis- tier- en kann….
    Dagmar :-)

    geschrieben von Dagmar am 15. Apr, 2008

  20. Doc Sarah

    da hast du in allen punkten völlig recht, liebe dagmar ! ;-)

    geschrieben von Doc Sarah am 15. Apr, 2008

  21. Karl Börner

    Hallo liebe Sarah und alle ” armen” Selbstständigen,

    ICH WILL ÜBERHAUPT KEINEN LOHN

    irgendwie kommt mir das Thema ziemlich seltsam vor. Da wollen wir also unsere Freiheit der Selbstständigkeit gegen Bemutterung eintauschen? Zunächst sollten Menschen, die sich selbstständig machen mit mehr als nur Enthusiasmus ans Werk gehen. Wer von seinem Handwerk was versteht – und dazu gehört vernünftige Planung, Finanzierung, Kontakte, etc. -, hat gute Chancen wesentlich mehr zu verdienen als “normale” Arbeitnehmer.

    Wer seine Leistung zu Dumpingpreisen verkaufen muss, sollte sich Gedanken über die Qualität seiner Arbeit machen. Für hohe Qualität wird auch heute gutes Honorar gezahlt. Oder es gibt für die Leistung keine ausreichende Nachfrage, dann sollte man umdenken.

    Ich habe in meiner jetzt über 30jährigen Selbstständigkeit noch nie ein Problem gehabt einen Dispo bei einer Bank zu bekommen, ganz im Gegenteil bekomme ich immer wieder ungefragt Angebote meiner Bank für günstige Kredite, die ich allerdings nicht benötige.

    Es lässt sich doch folgendes festhalten: Wenn ich für meine Arbeit als Angestellter ein Gehalt bekäme, so doch nur in einer Höhe, die dem Unternehmen aus meiner Arbeit noch einen Profit lässt. Das ist auch sehr gut so. Wenn ich also entsprechend meine Arbeit für mein eigenes Unternehmen (es ist 1,5 Personen groß) einsetze, ist dieser Profit bei mir.

    Also nicht weinen.

    Allerdings sollten für Selbstständige auch Sicherheitssysteme entwickelt werden. Denn nicht jeder, der mit seiner Geschäftsidee nicht weiterkommt, hat bereits Tausende auf die Seite schaffen können. Warum gibt es für Selbstständige keine Möglichkeit eine Art “Arbeitslosen-Versicherung” abzuschließen? Wer seinen Laden dicht machen muss bekommt erst Harz 1, 2, 3,4 bis 28 wenn er sein Erspartes komplett aufgebraucht hat. Eine solche Versicherung würde Schutz bieten und nicht vom Staat sondern von uns Selbstständigen selbst bezahlt werden.

    Also, bevor wir uns mit den armen Schweinen, die für einen Mindestlohn arbeiten müssen vergleichen, sollten wir uns auf unsere Stärken konzentrieren und die Vorteile unserer “Selbst” Beständigkeit nutzen. Aber das Thema sollten wir vielleicht in unserem Golfclub oder mit den Nachbarn unseres Ferienhauses auf Mallorca besprechen.

    Das musste ich jetzt mal los werden. ;-)

    Viele Grüße
    Karl Börner

    geschrieben von Karl Börner am 17. Apr, 2008

  22. Holger Thielemann

    Liebe Doc Sarah, wenn Sie nur 33 v.H. ihrer Helferinnen verdienen, warum bewerben Sie sich dann nicht bei einer Kollegin als Helferin?

    Sie sehen: es gibt immer einen Ausweg. Man muß nur selbstbestimmt handeln. Jammern hilft in Ihrer Situation nichts. Gehen Sie doch mal auf die “Glücksseite” Ihres Mitstreiters bei innovativ-in.de Wolff Horbach! Hier die Adresse:

    http://www.gluecksnetz.de

    Die Mitgliedschaft gibt´s schon für 60 EUR p.a.! Das hilft Ihnen bestimmt weiter.

    geschrieben von Holger Thielemann am 27. Apr, 2008

  23. Doc Sarah

    na, sie sind aber ein ganz gewiefter systemkenner, herr thielemann: ich soll also 5 arbeitsplätze vernichten, einen überqualifiziert übernehmen und für die gründungsrückzahlung die hand heben und den staat zahlen lassen?! seltsames modell, das modell thielemann…
    nee – so ticken glücklicherweise die meisten unternehmer nicht.
    und bei bloggern gibts auch etiquette. also bitte halten sie sich daran. für schlechte laune anfälle sind blogs keine adäquate spielwiese.

    geschrieben von Doc Sarah am 27. Apr, 2008

  24. Holger Thielemann

    Liebe Frau Schons,

    dann mal was zur Versachlichung, was das Einkommen der gebeutelten Freiberufler im Segment Ärte angeht:

    http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2006/12/08/a0147

    Vielleicht denken die von Ihnen gewählten Kollegen aus den Kassenärztlichen Vereinigungen einfach mal über neue Modelle der Honorarverteilung nach. Das würde manchem gebeutelten Hausarzt schon weiter helfen.

    Ansonsten: gerade den Ärzten geht´s verglichen mit anderen Freiberuflergruppen gut. Wenn Sie mit der Behauptung an die Öffentlichkeit gehen, Sie kämen als niedergelassene Ärztin nur auf 5,86 brutto je Arbeitsstunde, schaden Sie m.E. Ihrem Berufsstand, weil Sie in der Politik und der Öffentlichkeit niemand mehr ernst nimmt. Nichts anderes wollte ich mit meinen – zugegebenermaßen ein wenig spöttischen – Bemerkungen zeigen, die nun gerade das Gegenteil von schlechter Laune ausdrücken.

    geschrieben von Holger Thielemann am 28. Apr, 2008

  25. just me

    Falls es an Ihnen vorbei gegangen sein sollte: Die Zeiten, in denen man sich schon während des Studiums den Porsche bestellen konnte, sind schon lange (!) vorbei! Und ihre Behauptung, daß es anderen Berufsgruppen vergleichsweise schlechter geht als selbständig arbeitenden Ärzten mit Praxis ist eine Ohrfeige für alle, die sich krumm legen und am Rande ihrer Kräfte arbeiten, um ihr kleines Unternehmen über Wasser zu halten und zusätzlich Verantwortung für Mitarbeiter (und deren Familien) tragen!

    Und wenn man nicht mehr ernst genommen wird (?), weil man einen offensichtlichen Mißstand anprangert und offen legt, dann scheint doch etwas ganz anderes falsch…meinen Sie nicht auch?

    geschrieben von just me am 28. Apr, 2008

  26. just me

    weils passt:

    “Nichts ist unglaubwürdiger als die Wirklichkeit!”

    Fjodor Michajlowitsch Dostojewskij

    in diesem Sinne…..

    geschrieben von just me am 29. Apr, 2008

  27. Doc Sarah

    @ just me: treffliches zitat! mir deucht, der hier zynisierende herr thielemann ist evtl. ein gewesener KV-funktionär und daher ärztefeindlich… anyway: danke für´s zurückführen zum eigentlichen thema.

    @ holger thielemann: wer immer sie sein mögen: kommentare off topic mögen in einem anderen blog mit ausgewiesener netiquette dennoch übersehen werden – hier aber nicht. wir kultivieren hier im doc blog eine dialogstruktur, an die ich sie bitte sich zu halten, wenn sie denn weiter kommentieren möchten. die diskussion um das thema “mindestlohn für selbstständige” scheint sich ihnen in dem inzwischen sehr unfreien segment der niedergelassenen ärzte so gar nicht zu erschließen – dann unterlassen sie doch bitte solche zynismen und machen sich kundig. es geht hier auch nicht prioritär um ärzte, sondern alle solo- und kleinunternehmer. bleiben sie bitte beim thema, wenn sie kommentieren. danke.

    geschrieben von Doc Sarah am 29. Apr, 2008

  28. shamanic

    Hallo zusammen, es gibt diese Überlegungen doch schon lange, sogar von Politikern der FDP wurde sie aufgegriffen, die “negative Einkommenssteuer” nämlich.
    Da dieses System aber einen großen Teil des Verwaltungsapparats überflüssig machen würde, hat es eher keine Chance hier in Deutschland.

    geschrieben von shamanic am 27. Aug, 2008

  29. Christian

    Hallo!

    Ich muss den wenigen kritischen Vorrednern hier mal klar zustimmen.

    Das Gejammer der Ärzte ist doch unglaubwürdig; die Wirklichkeit spricht eine andere Sprache.
    Betrachtet man die Lebensumstände von Ärzten sieht dies nicht nach Armut aus.

    Gerne sprechen die Ärzte immer von der Abwanderung aus dem unattraktiven Deutschland. Herzlich gerne! Wir haben 45% mehr niedergelassene Ärzte als zur Zeit der Ärzte-Schwemme 1993.

    Die KV hat schon lange die Möglichkeit, in schlecht versorgten Gebieten mehr Geld zu zahlen und in überversorgten Gebieten die Honorare zu kürzen. Damit würde das Hauptproblem gelöst. Warum tut sie dies nicht in ausreichendem Maß?

    5,26 EUR pro Stunde vor Steuer?
    Andere Ärzte verdienen mehr. Das ist ein internes Problem. Wie die Ärzte den Kuchen untereinander aufteilen, interessiert den Patienten nicht. Warum verdienen Radiologen bspw. so viel besser als Kinderärzte?

    Großer Unterschied zwischen Ärzten und anderen Selbständigen: Quasi keinerlei Zahlungsausfall-Risiko bei Ärzten. Überlegen Sie mal, Sie müssten 20% Ihrer Forderungen als uneinbringbar abschreiben wie andere Selbständige?

    Ein wichtiger Punkt zum Schluß:
    Warum müssen Ärzte eigentlich selbständig sein? Ich würde mich über professionel organisierte Versorgungszentren freuen, die in der Lage sind günstig einzukaufen. Haben Sie nicht auch schon mal über die teure IT geflucht und verstehen Sie wirklich, was ihr Diensleister (TurboMed o.a.) dort macht.
    Der Arzt würde im Versorgungszentrum angestellt, wie andere Mitarbeiter auch.

    geschrieben von Christian am 05. Sep, 2008

  30. DocSarah

    Bubblespeach bei #annewill – ich schaffe seit jahren gut dotierte arbeitsplätze – hab selbst nicht mal nen #mindestlohn http://www.doc-sarah-schons.de/blog/2008

    geschrieben von DocSarah am 28. Feb, 2010

  31. Ginger149

    RT @DocSarah: bubblespeach bei #annewill – ich schaffe seit jahren gut dotierte arbeitsplätze – hab selbst nicht mal nen #mindestlohn ht …

    geschrieben von Ginger149 am 28. Feb, 2010

  32. mrseastie

    RT @DocSarah: bubblespeach bei #annewill – ich schaffe seit jahren gut dotierte arbeitsplätze – hab selbst nicht mal nen #mindestlohn ht …

    geschrieben von mrseastie am 28. Feb, 2010

  33. Christian

    2008 haben die Ärzte Horrorszenarien gemalt. Heute ist klar: Die Einnahmen sind zwei mal hintereinander um 6-8% gestiegen! Von den genannten 25% Einnahmenrückgang kann also in keiner Weise die Rede sein!

    Christian

    geschrieben von Christian am 16. Jul, 2010

  34. just me

    @christian: ach, tatsächlich? so einfach ist das? ich glaube, nein, ich weiss, dass das ganze dann doch etwas komplizierter ist ;o)

    geschrieben von just me am 17. Jul, 2010

  35. Jörg Burandt

    Liebe Leute, Freunde, Leidensgenossen,
    das stammt aus einer Diskussion aus Facebook und ist der letzte Kommentar von mir. Doc Sarah bar darum, dass hierein zu kopieren.

    Wer Facebook kann, kann den kompletten Thread hier lesen. http://www.facebook.com/emmapeel/posts/203786049636219?notif_t=share_reply

    Danke Sarah, ich habe Rücken nicht Grippe. Altes Kriegsleiden.
    Dr. Isselstein ist schon dran. Diclofenac, Wärme und Bolanos “2666” trösten und lindern das.

    Und mit den Praktikanten das ist furchtbar. Besonders schlimm daran ist, dass ich, wen…n ich in meiner Funktion als Betriebsrat hier in einer ganz beschissenen Zwickmühle stecke. Entweder kann ich der Einstellung widersprechen, weil ich das für sittenwidrig halte und die betroffene Person bekommt die Stelle nicht – oder ich ich widerspreche nicht und kann dann nur hoffen, dass wir mit Appellen und Kuhhandel die Person dann wenigstens befristet einstellen können.

    Dazu kommt noch, dass 800€ unüblich hoch (!) sind.

    Gerade in diesen internationalen Unternehmen wie unseren ist man ein Kämpfer wie Don Quixote gegen die Windmühlen.

    Glaube mir, dass ich für die Probleme der Ärzte Verständnis habe. Allein schon in der Gemeinschaftspraxis hier ums Eck mit fünf Ärzten, sind soviele Auszubildende wie in unserem ~240-Personenunternehmen. Das kotzt mich schon an. Nur ich find wirklich, dass der Vergleich zwischen den Einkommen immer hinkt und nur von den eigentlichen Problemen ablenkt, ohne dir unterstellen zu wollen (und ich mir gar nicht vorstellen kann), dass dein Ziel die abhängig Beschäftigten sind. – Wie gesagt, als der Bruch mit dem Gesundheitssystem Anfang des Jahrtausends mit GrünRot und Schwarzrot nach jahrzentelanger Erosion durch Gelbschwarz die Leute auf die Straße trieb, wurde neben Hartz4 auch für das Gesundheitssystem und die Existenz der Ärzte demonstriert. – Und was sich auf dem Lande unter deinen Kolleginnen und Kollegen tut, ist nur noch ein Jammer. – Den Rösler sollten’se auch auf den Mond schießen.

    Was ich mir einfach wünsche, ist: Zu wissen, dass es genug gemeinsame Probleme und Gegner gibt und für erfreuliche Perspektiven für alle mit allen zu kämpfen, die unter dem “Empire” immer mehr verlieren. Das wird mit CDU, FDP und ich fürchte auch nicht mit der SPD funktionieren. Das lässt die weltweite Lobby nicht zu.
    Ich weiß, dass es viele Freund gibt, die nicht aufgeben. Ich hoffe, ich darf dazu gehören.
    Amen.

    geschrieben von Jörg Burandt am 26. Feb, 2011

  36. Doc Sarah

    und hier meine antwort aus der von jörg oben zitierten FB diskussion zu seinem post:

    “lieber jörg, verstehe dein problem, deine zwickmühle. in einer solchen steck ich auch.
    das laienbesetzte bundeskasperltheater bringt uns nicht weiter. eher noch tiefer in die misere.
    es ist an den wenigen wachen menschen hier im land, was z…u ändern… ich wünschte mir diese ganze diskussion hier auf emmas seite sehr als kommentare in meinem blog unter dem entsprechenden artikel..
    können wir das irgendwie nach “gut(t)sherrenart per copy paste da rein bringen? deinen letzten kommentar finde ich einen grandiosen diskussionsbeitrag! danke!
    unter dem pflaster liegt der strand – wir bleiben im lande und wehren uns täglich…”

    ich hoffe, die diskussion geht hier jetzt auch mal wieder weiter, denn täuschland verschlimmbessert sich ja gerade nur…

    geschrieben von Doc Sarah am 26. Feb, 2011

  37. Doc Sarah

    also dann hier noch mal ein link aus 2008 – bundeszocker bündnisse sind ja immer noch aktuell: http://www.doc-sarah-schons.de/blog/2008/10/bundeszocker-bundnis/

    geschrieben von Doc Sarah am 26. Feb, 2011

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