Mindestlohn für Selbstständige

4. April 2008 – 00:55

Was habe ich diese ewigen Debatten und Streiks zu Mindestlöhnen satt… Wo ist da die Gerechtigkeit?

Wer trägt denn eigentlich das „unternehmerische Risiko“ im Lande ?! Die Banken-Spekulanten oder gar die das Volk umgarnende Politik samt Chergen?! Die Angestellten und Beamten?!

Das Risiko tragen wir – die Selbstständigen, der sogenannnte Mttelstand, – und führen zum Erfolg.
Wir – die Solo-, Klein- und Mittelständischen Unternehmer/Innen.

Zum Beispiel: Als niedergelassene Ärztin in der staatlichen Bestallung verdiene ich grad mal € 5,26 BRUTTO pro Stunde – also vor Steuer.

Das sind nur 33% dessen, was meine angestellten Helferinnen bekommen.

Dafür habe ich allerdings keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld oder andere „soziale“ Sicherungssysteme im Notfall.

Aber ich sichere 2 Arbeitsplätze für medizinische Fachangestellte, 1 Ausbildungsplatz für medizinische Fachangestellte und 1 Weiterbildungsplatz für eine/n Kollegen/Kollegin in der Facharztweiterbildung.

Ist das gerecht?!

Ich fordere einen Mindestlohn für Selbstständige !!!

Erster und wesentlicher Unterstützer ist Michael. Creator des Logos.
Den support-button könnt Ihr von seinem Blog hier einbinden.

Unterstützt diese Kampagne!

Mindestlohn für Selbstständige !!!

Twitter das!

Verwandtes:

  1. 42 Kommentare zu “Mindestlohn für Selbstständige”

  2. Doc Sarah

    da hast du in allen punkten völlig recht, liebe dagmar ! 😉

    geschrieben von Doc Sarah am 15. Apr, 2008

  3. Karl Börner

    Hallo liebe Sarah und alle “ armen“ Selbstständigen,

    ICH WILL ÜBERHAUPT KEINEN LOHN

    irgendwie kommt mir das Thema ziemlich seltsam vor. Da wollen wir also unsere Freiheit der Selbstständigkeit gegen Bemutterung eintauschen? Zunächst sollten Menschen, die sich selbstständig machen mit mehr als nur Enthusiasmus ans Werk gehen. Wer von seinem Handwerk was versteht – und dazu gehört vernünftige Planung, Finanzierung, Kontakte, etc. -, hat gute Chancen wesentlich mehr zu verdienen als „normale“ Arbeitnehmer.

    Wer seine Leistung zu Dumpingpreisen verkaufen muss, sollte sich Gedanken über die Qualität seiner Arbeit machen. Für hohe Qualität wird auch heute gutes Honorar gezahlt. Oder es gibt für die Leistung keine ausreichende Nachfrage, dann sollte man umdenken.

    Ich habe in meiner jetzt über 30jährigen Selbstständigkeit noch nie ein Problem gehabt einen Dispo bei einer Bank zu bekommen, ganz im Gegenteil bekomme ich immer wieder ungefragt Angebote meiner Bank für günstige Kredite, die ich allerdings nicht benötige.

    Es lässt sich doch folgendes festhalten: Wenn ich für meine Arbeit als Angestellter ein Gehalt bekäme, so doch nur in einer Höhe, die dem Unternehmen aus meiner Arbeit noch einen Profit lässt. Das ist auch sehr gut so. Wenn ich also entsprechend meine Arbeit für mein eigenes Unternehmen (es ist 1,5 Personen groß) einsetze, ist dieser Profit bei mir.

    Also nicht weinen.

    Allerdings sollten für Selbstständige auch Sicherheitssysteme entwickelt werden. Denn nicht jeder, der mit seiner Geschäftsidee nicht weiterkommt, hat bereits Tausende auf die Seite schaffen können. Warum gibt es für Selbstständige keine Möglichkeit eine Art „Arbeitslosen-Versicherung“ abzuschließen? Wer seinen Laden dicht machen muss bekommt erst Harz 1, 2, 3,4 bis 28 wenn er sein Erspartes komplett aufgebraucht hat. Eine solche Versicherung würde Schutz bieten und nicht vom Staat sondern von uns Selbstständigen selbst bezahlt werden.

    Also, bevor wir uns mit den armen Schweinen, die für einen Mindestlohn arbeiten müssen vergleichen, sollten wir uns auf unsere Stärken konzentrieren und die Vorteile unserer „Selbst“ Beständigkeit nutzen. Aber das Thema sollten wir vielleicht in unserem Golfclub oder mit den Nachbarn unseres Ferienhauses auf Mallorca besprechen.

    Das musste ich jetzt mal los werden. 😉

    Viele Grüße
    Karl Börner

    geschrieben von Karl Börner am 17. Apr, 2008

  4. Holger Thielemann

    Liebe Doc Sarah, wenn Sie nur 33 v.H. ihrer Helferinnen verdienen, warum bewerben Sie sich dann nicht bei einer Kollegin als Helferin?

    Sie sehen: es gibt immer einen Ausweg. Man muß nur selbstbestimmt handeln. Jammern hilft in Ihrer Situation nichts. Gehen Sie doch mal auf die „Glücksseite“ Ihres Mitstreiters bei innovativ-in.de Wolff Horbach! Hier die Adresse:

    http://www.gluecksnetz.de

    Die Mitgliedschaft gibt´s schon für 60 EUR p.a.! Das hilft Ihnen bestimmt weiter.

    geschrieben von Holger Thielemann am 27. Apr, 2008

  5. Doc Sarah

    na, sie sind aber ein ganz gewiefter systemkenner, herr thielemann: ich soll also 5 arbeitsplätze vernichten, einen überqualifiziert übernehmen und für die gründungsrückzahlung die hand heben und den staat zahlen lassen?! seltsames modell, das modell thielemann…
    nee – so ticken glücklicherweise die meisten unternehmer nicht.
    und bei bloggern gibts auch etiquette. also bitte halten sie sich daran. für schlechte laune anfälle sind blogs keine adäquate spielwiese.

    geschrieben von Doc Sarah am 27. Apr, 2008

  6. Holger Thielemann

    Liebe Frau Schons,

    dann mal was zur Versachlichung, was das Einkommen der gebeutelten Freiberufler im Segment Ärte angeht:

    http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2006/12/08/a0147

    Vielleicht denken die von Ihnen gewählten Kollegen aus den Kassenärztlichen Vereinigungen einfach mal über neue Modelle der Honorarverteilung nach. Das würde manchem gebeutelten Hausarzt schon weiter helfen.

    Ansonsten: gerade den Ärzten geht´s verglichen mit anderen Freiberuflergruppen gut. Wenn Sie mit der Behauptung an die Öffentlichkeit gehen, Sie kämen als niedergelassene Ärztin nur auf 5,86 brutto je Arbeitsstunde, schaden Sie m.E. Ihrem Berufsstand, weil Sie in der Politik und der Öffentlichkeit niemand mehr ernst nimmt. Nichts anderes wollte ich mit meinen – zugegebenermaßen ein wenig spöttischen – Bemerkungen zeigen, die nun gerade das Gegenteil von schlechter Laune ausdrücken.

    geschrieben von Holger Thielemann am 28. Apr, 2008

  7. just me

    Falls es an Ihnen vorbei gegangen sein sollte: Die Zeiten, in denen man sich schon während des Studiums den Porsche bestellen konnte, sind schon lange (!) vorbei! Und ihre Behauptung, daß es anderen Berufsgruppen vergleichsweise schlechter geht als selbständig arbeitenden Ärzten mit Praxis ist eine Ohrfeige für alle, die sich krumm legen und am Rande ihrer Kräfte arbeiten, um ihr kleines Unternehmen über Wasser zu halten und zusätzlich Verantwortung für Mitarbeiter (und deren Familien) tragen!

    Und wenn man nicht mehr ernst genommen wird (?), weil man einen offensichtlichen Mißstand anprangert und offen legt, dann scheint doch etwas ganz anderes falsch…meinen Sie nicht auch?

    geschrieben von just me am 28. Apr, 2008

  8. just me

    weils passt:

    „Nichts ist unglaubwürdiger als die Wirklichkeit!“

    Fjodor Michajlowitsch Dostojewskij

    in diesem Sinne…..

    geschrieben von just me am 29. Apr, 2008

  9. Doc Sarah

    @ just me: treffliches zitat! mir deucht, der hier zynisierende herr thielemann ist evtl. ein gewesener KV-funktionär und daher ärztefeindlich… anyway: danke für´s zurückführen zum eigentlichen thema.

    @ holger thielemann: wer immer sie sein mögen: kommentare off topic mögen in einem anderen blog mit ausgewiesener netiquette dennoch übersehen werden – hier aber nicht. wir kultivieren hier im doc blog eine dialogstruktur, an die ich sie bitte sich zu halten, wenn sie denn weiter kommentieren möchten. die diskussion um das thema „mindestlohn für selbstständige“ scheint sich ihnen in dem inzwischen sehr unfreien segment der niedergelassenen ärzte so gar nicht zu erschließen – dann unterlassen sie doch bitte solche zynismen und machen sich kundig. es geht hier auch nicht prioritär um ärzte, sondern alle solo- und kleinunternehmer. bleiben sie bitte beim thema, wenn sie kommentieren. danke.

    geschrieben von Doc Sarah am 29. Apr, 2008

  10. shamanic

    Hallo zusammen, es gibt diese Überlegungen doch schon lange, sogar von Politikern der FDP wurde sie aufgegriffen, die „negative Einkommenssteuer“ nämlich.
    Da dieses System aber einen großen Teil des Verwaltungsapparats überflüssig machen würde, hat es eher keine Chance hier in Deutschland.

    geschrieben von shamanic am 27. Aug, 2008

  11. Christian

    Hallo!

    Ich muss den wenigen kritischen Vorrednern hier mal klar zustimmen.

    Das Gejammer der Ärzte ist doch unglaubwürdig; die Wirklichkeit spricht eine andere Sprache.
    Betrachtet man die Lebensumstände von Ärzten sieht dies nicht nach Armut aus.

    Gerne sprechen die Ärzte immer von der Abwanderung aus dem unattraktiven Deutschland. Herzlich gerne! Wir haben 45% mehr niedergelassene Ärzte als zur Zeit der Ärzte-Schwemme 1993.

    Die KV hat schon lange die Möglichkeit, in schlecht versorgten Gebieten mehr Geld zu zahlen und in überversorgten Gebieten die Honorare zu kürzen. Damit würde das Hauptproblem gelöst. Warum tut sie dies nicht in ausreichendem Maß?

    5,26 EUR pro Stunde vor Steuer?
    Andere Ärzte verdienen mehr. Das ist ein internes Problem. Wie die Ärzte den Kuchen untereinander aufteilen, interessiert den Patienten nicht. Warum verdienen Radiologen bspw. so viel besser als Kinderärzte?

    Großer Unterschied zwischen Ärzten und anderen Selbständigen: Quasi keinerlei Zahlungsausfall-Risiko bei Ärzten. Überlegen Sie mal, Sie müssten 20% Ihrer Forderungen als uneinbringbar abschreiben wie andere Selbständige?

    Ein wichtiger Punkt zum Schluß:
    Warum müssen Ärzte eigentlich selbständig sein? Ich würde mich über professionel organisierte Versorgungszentren freuen, die in der Lage sind günstig einzukaufen. Haben Sie nicht auch schon mal über die teure IT geflucht und verstehen Sie wirklich, was ihr Diensleister (TurboMed o.a.) dort macht.
    Der Arzt würde im Versorgungszentrum angestellt, wie andere Mitarbeiter auch.

    geschrieben von Christian am 05. Sep, 2008

  12. DocSarah

    Bubblespeach bei #annewill – ich schaffe seit jahren gut dotierte arbeitsplätze – hab selbst nicht mal nen #mindestlohn http://www.doc-sarah-schons.de/blog/2008

    geschrieben von DocSarah am 28. Feb, 2010

  13. Ginger149

    RT @DocSarah: bubblespeach bei #annewill – ich schaffe seit jahren gut dotierte arbeitsplätze – hab selbst nicht mal nen #mindestlohn ht …

    geschrieben von Ginger149 am 28. Feb, 2010

  14. mrseastie

    RT @DocSarah: bubblespeach bei #annewill – ich schaffe seit jahren gut dotierte arbeitsplätze – hab selbst nicht mal nen #mindestlohn ht …

    geschrieben von mrseastie am 28. Feb, 2010

  15. Christian

    2008 haben die Ärzte Horrorszenarien gemalt. Heute ist klar: Die Einnahmen sind zwei mal hintereinander um 6-8% gestiegen! Von den genannten 25% Einnahmenrückgang kann also in keiner Weise die Rede sein!

    Christian

    geschrieben von Christian am 16. Jul, 2010

  16. just me

    @christian: ach, tatsächlich? so einfach ist das? ich glaube, nein, ich weiss, dass das ganze dann doch etwas komplizierter ist ;o)

    geschrieben von just me am 17. Jul, 2010

  17. Jörg Burandt

    Liebe Leute, Freunde, Leidensgenossen,
    das stammt aus einer Diskussion aus Facebook und ist der letzte Kommentar von mir. Doc Sarah bar darum, dass hierein zu kopieren.

    Wer Facebook kann, kann den kompletten Thread hier lesen. http://www.facebook.com/emmapeel/posts/203786049636219?notif_t=share_reply

    Danke Sarah, ich habe Rücken nicht Grippe. Altes Kriegsleiden.
    Dr. Isselstein ist schon dran. Diclofenac, Wärme und Bolanos „2666“ trösten und lindern das.

    Und mit den Praktikanten das ist furchtbar. Besonders schlimm daran ist, dass ich, wen…n ich in meiner Funktion als Betriebsrat hier in einer ganz beschissenen Zwickmühle stecke. Entweder kann ich der Einstellung widersprechen, weil ich das für sittenwidrig halte und die betroffene Person bekommt die Stelle nicht – oder ich ich widerspreche nicht und kann dann nur hoffen, dass wir mit Appellen und Kuhhandel die Person dann wenigstens befristet einstellen können.

    Dazu kommt noch, dass 800€ unüblich hoch (!) sind.

    Gerade in diesen internationalen Unternehmen wie unseren ist man ein Kämpfer wie Don Quixote gegen die Windmühlen.

    Glaube mir, dass ich für die Probleme der Ärzte Verständnis habe. Allein schon in der Gemeinschaftspraxis hier ums Eck mit fünf Ärzten, sind soviele Auszubildende wie in unserem ~240-Personenunternehmen. Das kotzt mich schon an. Nur ich find wirklich, dass der Vergleich zwischen den Einkommen immer hinkt und nur von den eigentlichen Problemen ablenkt, ohne dir unterstellen zu wollen (und ich mir gar nicht vorstellen kann), dass dein Ziel die abhängig Beschäftigten sind. – Wie gesagt, als der Bruch mit dem Gesundheitssystem Anfang des Jahrtausends mit GrünRot und Schwarzrot nach jahrzentelanger Erosion durch Gelbschwarz die Leute auf die Straße trieb, wurde neben Hartz4 auch für das Gesundheitssystem und die Existenz der Ärzte demonstriert. – Und was sich auf dem Lande unter deinen Kolleginnen und Kollegen tut, ist nur noch ein Jammer. – Den Rösler sollten’se auch auf den Mond schießen.

    Was ich mir einfach wünsche, ist: Zu wissen, dass es genug gemeinsame Probleme und Gegner gibt und für erfreuliche Perspektiven für alle mit allen zu kämpfen, die unter dem „Empire“ immer mehr verlieren. Das wird mit CDU, FDP und ich fürchte auch nicht mit der SPD funktionieren. Das lässt die weltweite Lobby nicht zu.
    Ich weiß, dass es viele Freund gibt, die nicht aufgeben. Ich hoffe, ich darf dazu gehören.
    Amen.

    geschrieben von Jörg Burandt am 26. Feb, 2011

  18. Doc Sarah

    und hier meine antwort aus der von jörg oben zitierten FB diskussion zu seinem post:

    „lieber jörg, verstehe dein problem, deine zwickmühle. in einer solchen steck ich auch.
    das laienbesetzte bundeskasperltheater bringt uns nicht weiter. eher noch tiefer in die misere.
    es ist an den wenigen wachen menschen hier im land, was z…u ändern… ich wünschte mir diese ganze diskussion hier auf emmas seite sehr als kommentare in meinem blog unter dem entsprechenden artikel..
    können wir das irgendwie nach „gut(t)sherrenart per copy paste da rein bringen? deinen letzten kommentar finde ich einen grandiosen diskussionsbeitrag! danke!
    unter dem pflaster liegt der strand – wir bleiben im lande und wehren uns täglich…“

    ich hoffe, die diskussion geht hier jetzt auch mal wieder weiter, denn täuschland verschlimmbessert sich ja gerade nur…

    geschrieben von Doc Sarah am 26. Feb, 2011

  19. Doc Sarah

    also dann hier noch mal ein link aus 2008 – bundeszocker bündnisse sind ja immer noch aktuell: http://www.doc-sarah-schons.de/blog/2008/10/bundeszocker-bundnis/

    geschrieben von Doc Sarah am 26. Feb, 2011

  1. 4 Trackback(s)

  2. Mai 15, 2008: Aktion Mindestlohn die Zweite | Doc Blog
  3. Jul 14, 2008: Geschafft! Wandas Wochenschau Vol.XXVI | Doc Blog
  4. Aug 5, 2008: Manic Monday | Doc Blog
  5. Okt 25, 2009: Urlaubsreif | Doc Blog

Kommentar schreiben