123people & Co. muss mensch sich nicht gefallen lassen
15. Januar 2009 – 22:16Solch obsolete cyberstalking tools gehören ausgehebelt – Diskussion hatten wir ja schon hier.
Dank an Matthias Richel für die Vorlage :
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit untersage ich Ihnen unmissverständlich und einmalig mit meinem Namen für Ihren Online-Dienst 123people.com, dessen Dienst ich per se schon die Berechtigung abspreche, da ich Ihnen zu keinem Zeitpunkt die Erlaubnis gegeben habe, meine Daten, die ich im Rahmen der AGBs jeweiliger Drittanbieter in das Internet einstelle, zu aggregieren und abzubilden und darüber hinaus mit diesem Angebot mit meinen Namen im Google-Adsense-Bereich zu werben. (Siehe Google-Anzeige) (Screenshot unten).
Sie haben bis Mittwoch, den 23. April 2008, 24:00 Uhr Zeit diese Werbung zu entfernen und sämtliche Daten zu meiner Person aus Ihrem Angebot zu entfernen. Sollte dies nicht geschehen, werde ich diesen Vorgang meinem Rechtsbeistand übergeben.
Darüber hinaus möchte ich Sie darauf hinweisen, dass ich diesen Vorgang öffentlich machen werde.
Hochachtungsvoll,
Mathias Richel
Es funktioniert – denn sie müssen die Daten löschen.
Solche Personen- Spytools wie 123people, yasni, maltego et al. sind unethisch. Punkt.
Bei communities wie FacebookW , twitterW, identicaW etc. und sämtlichen Foren auf die settings zur Privatsphäre achten – macht ja sonst nicht viel Sinn, gegen Schäuble & Co zu wettern…

















33 Kommentare zu “123people & Co. muss mensch sich nicht gefallen lassen”
danke für den Hinweis! Ich bin gespannt, ob es funktioniert….
geschrieben von just me am 15. Jan, 2009
Dann musst du als erstes Google verbieten, denn dort finden sich immer noch die meisten Informationen über Menschen.
Letztendlich liegt es aber in unserer Verantwortung, welche Daten wir von uns preisgeben und welche nicht.
Gerhard Zirkel
geschrieben von Gerhard Zirkel am 16. Jan, 2009
Vielen Dank an Gerhard – tatsächlich verstehe ich die Argumentation gegen http://www.123people.de in vielen Fällen nicht.
Warum ist 123people “unethisch”? Das Tool – ich bin aus dem Team – finden aussschließlich öffentlich im Internet verfügbare Daten – was privat ist, bleibt privat.
geschrieben von Bernhard Lehner am 16. Jan, 2009
es geht ja nicht darum, komplett unauffindbar zu sein. im gegenteil. wir wollen ja, daß verschiedene Informationen von uns im Netz verfügbar sind. wir leben ja schließlich auch (zum teil) davon. und wer über google geht, sucht meist ganz gezielt informationen. es macht dann auch mehr arbeit, die informationen zu erhalten, die einem dann auch dienlich sind. bei people123 geht es aber mehr darum, auf einen schlag bilder, videos, email-adressen und facebook-profile serviert zu bekommen. mit normaler recherche hat das nichts mehr zu tun. es ist ein cyberstalking-werkzeug! zudem sind auch viele nonsense-informationen dabei, die nichts mit der betreffenden gesuchten person zu tun haben.
geschrieben von just me am 16. Jan, 2009
wenns nur beim nonsense bliebe – es sind ja auch fehlinformationen. wie zb personalisierte hinweise auf amazon-wunschlisten, die aber gar nicht von der betreffenden person angelegt oder irgendwie in deren profil hinterlegt waren..
falsche info kann ja u.u. auch schaden.
geschrieben von Doc Sarah am 16. Jan, 2009
@bernhard lehner: unethisch ist es deshalb, weil – wie doc sarah soeben angemerkt hat – auch fehlinformationen mit gesuchten personen verknüpft sind. ganz abgesehen davon ist mein eindruck von 123people und verwandten seiten nicht gerade der eines herausragenden recherche-tools mit ansprache an eine zielgruppe, welche sich vernünftig informieren möchte. gründe dafür finden sich in meinem vorherigen kommentar. es geht hier wohl mehr darum, neugierige nachbarn zu befriedigen. oder nicht?
geschrieben von just me am 16. Jan, 2009
Hallole aus dem Schwabenland,
erschreckend musst ich soeben auch feststellen, dass diese Seite falsche Daten von mir veröffentlicht hat.
Habe soeben 123people zum enfernen meiner Daten aufgefordert und bin gespannt, was passiert. Ansonsten werde ich rechtliche Schritte einleiten. Diese Seite ist einfach ein Frechheit. bzw. der Versandhandel der eine Beurteilung von mir veröffentlicht hat, hat meine Daten einfach weitergeben. ( und auch noch mit falschen Angaben ).
Grüße aus dem wilden Süden,
Sabine
geschrieben von Binopke am 17. Jan, 2009
grad kam ne mail von 123people rein…. wir haben wohl alles falsch verstanden – eigentlich sind die datenschützer !!!!! meinen sie jedenfalls:
geschrieben von Doc Sarah am 18. Jan, 2009
diese antwort habe ich eben auch erhalten! ich muss gestehen, ich habe nichts anderes erwartet….
geschrieben von just me am 18. Jan, 2009
Muss 123people eigentlich kein Impressum haben?
123people gehört verboten!!!
123people internetservices GmbH ist beim Amtsgericht München als solche nicht gemeldet.
Wer ist Gesachäftsführer?
Mit wem muss man den Rechtsstreit führen?
An wen eine Abmahnung schicken bzw. gegen wen
Strafanzeige erstatten?
Vielleicht kann der Herr Lehner ja mal Aufschluß geben?
Sind sie Bernhard Lehner aus München?
Gehört Ihnen die Seite
http://www.bernhardlehner.com ?
geschrieben von Nix für 123people am 20. Jan, 2009
http://www.123people.com Deine Spuren im Netz!
Die deutschsprachige Personensuchmaschine http://www.123people.com soll das Aufspüren und Sammeln von Daten von Privatpersonen erleichtern, hierbei fließen diverse offene Quellen aus dem Internet zusammen. Die Suche nach dem Berliner Journalisten Günther Jauch bringt beispielsweise eine große Zahl verfügbarer Fotos der Google Bildersuche zum Vorschein. Wer über einen öffentlichen Telefonanschluss verfügt, dessen Adresse und Nummern werden ebenfalls angezeigt. Auch YouTube wird nach allen verfügbaren Videos durchforstet.
Zur direkten Kontaktaufnahme mit der Person werden alle im Web gefundenen E-Mail-Adressen angezeigt. Eine weitere Recherche zur Person wird durch die Angabe zahlreicher Weblinks und durch eine Begriffswolke erleichtert. Doch nicht nur populäre RTL-Moderatoren sind dort auffindbar, auch Lieschen Müller von nebenan.
Wer dort nicht erscheinen mag, sollte in keinem der zahlreichen Sozialen Netzwerke oder Wikipedia öffentlich vertreten sein. Registrierte User können ihr eigenes oder fremde Profile mit Informationen vervollständigen und die Datenbank damit aufwerten. Auch das Hinzufügen von Tags, Kommentaren, Ratings, Weblinks und Bilder ist nach einem vorherigen Login möglich. Interessant dürfte dieses Portal für eingefleischte Fans von Musikern oder Schauspielern werden, die ihre private Sammlung an Bildern, Informationen und Videos vervollständigen möchten. Allerdings ist es auch eine Möglichkeit, Informationen von weniger prominenten Personen von nebenan schnell und unkompliziert in Erfahrung zu bringen.
Datenschützer mögen bei einem solchen Vorhaben aufhorchen. Doch das Portal bezieht seine Informationen lediglich aus den öffentlich einsehbaren Quellen des Internet, die über eine der Suchmaschinen sowieso verfügbar sind. Doch im Gegensatz dazu werden die Daten hier sehr übersichtlich aufbereitet und dargestellt. Wer seine Informationen nur spärlich bis überhaupt nicht im Netz verteilt hat, dessen Anonymität bleibt dementsprechend auch weiterhin gewahrt. Registrierte Nutzer können darüber hinaus genau bestimmen, wer auf welchen Teil ihrer Daten zugreifen darf.
–> ***Wer dort nicht erscheinen will, kann sich auf Wunsch auch austragen oder seine Daten von der Redaktion korrigieren lassen.***
Quelle:
http://ansage.blogspot.com/2008_08_01_archive.html
Herr Lehner! Sagen Sie uns bitte wo man das machen kann!! Wo kann man seine Daten austragen oder korrigieren lassen?
geschrieben von Nix für 123people am 20. Jan, 2009
Ich habe auf meiner Webseite mal darüber berichtet wie man es macht.
Leider muss man wirklich mit Rechtsmitteln drohen, um dort etwas zu erreichen.
https://www.josef-froehle.de/tag/123peoplede/
geschrieben von Josef Fröhle am 10. Mrz, 2009
Ich möchte mich dem Protest anschließen, es sind wirklich Daten dabei, die nicht bewußt ins Internet gestellt worden sind (z.B. Amazon).
geschrieben von franca am 31. Mrz, 2009
Hallo zusammen,
ich möchte mich nun auch mal hierzu äußern.
Zunächst zu mir, ich bin Datenschutzbeauftragter und langjähriger Seo (beschäftige mich mit suchmaschinen etc.).
Als erstes, wer keine Daten im Netz, per Post, Telefon oder ähnl. preis gibt, kann nur dann im www ersheinen, wenn dritte diese Namen veröffentlichen, oder es Namensvettern gibt. Zu Amazon, muss ich anmerken, das dieses Vorgehen mit der Wunschliste natürlich nicht den deutschen Datenschutzbestimmungen entspricht und von mir immer wieder gerne bei Audits als Beispiel genommen wird. Fakt ist, wer seine Daten öffentlich stellt, muss sich nicht wundern, wenn diese Daten von “solchen” Datensammlern geschäftsmäßig genutzt werden, und diese das auch dürfen. Dies steht jedoch im widerspruch zu der Formulierung “Jede natürliche Person ist Herr seiner Daten”. Um den Daten Herr zu werden, muss man wissen wo ist was über mich gespeichert. Weiss ich erst einmal wo, dann kann ich auch der Verwendung meiner Daten widersprechen. Also soll heißen, zunächst Quellen recherchieren und dort widersprechen, danach den Bestand bei bei den Datensammlern oder gerne auch Datenkraken genannt, entfernen lassen. Und das entfernen lassen, darf nicht wie oben gesehen gegen Bezahlung angeboten werden. Ich bin durch Zufall auf diesen Thread gestossen, da ich derzeit zum Thema um Hilfe gebeten worden bin, und genau dort den Eintrag sachlich begründet löschen lassen. Das geht auch fast immer ohne Anwalt und irgendwelchen Drohungen, im Zweifel gibt es zwar noch den Rechtsweg, aber aus meiner Erfahrung heraus ging es bei fast 90% auch ohne den Klageweg. Am besten erstmal nach den Ursachen forschen, die liegen fast immer bei den Leuten selber, auch wenn es hier keiner zugeben will.
geschrieben von DSB am 09. Apr, 2009
Sorry, ich habe auch so eine dumme Antwort bekommen.
Ich für meinen Teil habe den Datenschutzbeauftrageten der Bundesrepublik Deutschland dazu angeschrieben und ihn aufgefordert tätig zu werden, da öffentliches Interesse.
Zum anderen werde ich Strafantrag stellen, wer sich dem anschliessem will meldet sich bitte.
Ich kann und will es nicht hinnehmen das irgendwelche dahergelaufenen meine persönlichen Daten Sammeln damit geld verdienen möchten und mir dann noch dumme Antworten senden.
Ausserdem scrollt der robot von denen in nicht öffentlich zugänglichen Bereichen, dafür habe ich den Beweis und den habe ich gesichert.
mfg enzo
geschrieben von enzo am 12. Apr, 2009
Interessant, dass selbst der Anwalt, der bei denic.de die deutsche Domain 123people.de als Admin-C hält, nicht verschont ist von diesem Crawler:
http://www.123people.de/s/volker+schmits
Das hier ist wirklich Hohn oder je nach Auslegung einfach nur frech:
https://www.reputationdefender.com/secure/lp_reg15?lang=de&
Es gibt aber auch Leute, die mehr zu sagen haben als der Pressesprecher und denen man auf die Nerven gehen kann, bis der Spuk mit dem eigenen Namen aufhört:
i5invest.com hat die 123-Popel offenbar unterstützt und ist unter Telefon/Fax: +43 2526 6710 erreichbar. Zu sagen haben dort offenbar die hier was:
http://www.i5invest.com/team/team_advisory_board.html
Auch dort stehen Namen mit Firmen, die scheinbar mit i5invest zusammenhängen. Wenn die uns nerven, nerven wir halt mal zurück. Hehe.
Optional kann man noch ein paar Pseudo-Redakteure und Journalisten ohne Themen (Stichwort Akte 09) auf den Fall aufmerksam machen. Ich hör schon den Aufmacher: “Böse Firma verdient Geld mit IHREN Falschinformationen.”
geschrieben von Spuerhund am 01. Mai, 2009
einer schrieb, man müsse google verbieten… so ein quatsch-bei google sucht man selbst und lange nicht so umfassend. ich habe meinen ebay namen gegooglet: 1. ergebnis 123people die mir ohne umschweife schon ohne das such ergebnis überhaupt anzuklicken meinen bürgerlichen namen präsentieren… HALLO?? wozu legt man sich denn nick names an?? damit so eine affenseite sie für hinz und kunz aufschlüsselt? eher nicht… meiner meinung haben wir schon genügend seite ala stayfriends, studivz, etc…und wer auf diesen seiten nichts über mich findet, hat in der regel auch nicht die berechtigung meine personenbezogenen daten zu erlangen
geschrieben von Joe Joeson am 13. Mai, 2009
in meinem fall ist es so, daß bei 123people ein bild erscheint, was ohne mein einverständnis ins netz gestellt wurde. ich hatte den domain-eigentümer schon vor einigen jahren gebeten, es zu löschen. das hat er auch getan. bei google fand man es ganz schnell nicht mehr, 123people gibt es nun wieder an. der link dazu hält aber der überprüfung auch nicht mehr stand. ich bin ein wenig ratlos… was kann man tun? und warum wird eine quelle angezeigt, die eigentlich nicht mehr existiert? danke für jeden hinweis!
geschrieben von Tamara Tam am 02. Jun, 2009
Die Aussage, dass diese Personensuchmaschine aussschließlich öffentlich im Internet verfügbare Daten findet, stimmt einfach nicht!
Denn hier werden Daten doch gespeichert. Behauptet wird ja, dass Daten maximal 14 Tage im Zwischenspeicher verbleiben.
Ich weiss aber von mehreren Fällen, dass personenbezogene Daten und Informationen bei 123people abgebildet wurden und das obwohl diese Daten/Informationen schon seit über einem Jahr nicht mehr auf der Orginalquelle existierten!
Nachdem darauf hingewiesen wurde, sagte man, man werde die Daten “manuell” löschen. Warum “manuell” löschen wenn die Daten durch eine automatisierte Echtzeitsuche gefunden werden?
Selbst der PR-Verantwortliche konnte die Orginalquellen nicht finden, anstatt aber einer Antwort, brach er den E-Mail Kontakt einfach ab.
Es wird hier auch gezielt mit der Unwissenheit der Menschen gespielt und auf die Hürden einer zivilrechtlichen Klage gesetzt. Die erste Aufforderung zur Löschung der personenbezogenen Daten wird zuerst mal abgelehnt.
Ich empfehle HARTNÄCKIG zu bleiben, eine Unterlassungsaufforderung zu schicken und gegebenenfalls den Anwalt einzuschalten.
geschrieben von Datenschutz am 15. Jun, 2009
@datenschutz – genau. möge sich niemand vor den anwaltskosten scheuen – wir werden gewinnen gegen all diese perfiden spy-anbieter!
geschrieben von Doc Sarah am 15. Jun, 2009
Bernhard Lehner lügt ganz dreist:
Nachdem ich schon vor Monaten mein Bild von meiner Homepage entfernt habe , wird es immer noch – und nur! – von 123people angezeigt.
Auch aus dem Zusammenhang gerissene Textfetzen sind zu sehen -unnötig zu sagen, dass betreffender Text auch schon lange von der Orginal-Quelle gelöscht wurde. Probierts aus, löscht etwas und schaut ob auf 123people die alten Infos weiter gespeichert und veröffentlicht werden…. sie werden es!!
In meinen Augen sind das gewerbsmässige Betrüger!
(lg an Doc Sarah für das augreifen dieses themas!)
geschrieben von KainserZoze am 16. Jun, 2009
Ich habe da noch einen weiteren Punkt zu 123people: Wenn ich nach einer Person in google suche, dann auch 123people gehe sehe ich zunächst recht weit oben auf der Seite auch meist entsprechende Fotos der gesuchten Person (oder anderen Personen mit dem gleichen Namen). Direkt darunter erscheint dann eine Anzeige wie: “Er sucht sie, sie sucht ihn, sie kriegt ihn, er kriegt sie – mit Live-Dating auf KissNoFrog.Jetzt kostenlos anmelden!”
Ich finde das irreführend und rufschädigend, weil man auf den ersten Blick denkt, die Bilder und Anzeige gehören zusammen. Nun meine Frage: genügt es, dass diese Werbung als “Anzeige” betitelt ist, um sie von den Bildern abzugrenzen? Oder kann man von 123people verlangen, die Darstellung der Bilder stärker von der Anzeige abzugrenzen?
geschrieben von franzis am 02. Jul, 2009
Hallo,
aufgeregt haben sich ja schon genug Leute über diese Art ‘Dienst’, da erspare ich Euch meine Gedanken.
Ich habe ungewollt veröffentlichte Einträge manuell entfernen lassen. Das macht 123people offenbar schnell und beflissen. Meinen Briefwechsel dazu findet Ihr unten. Vielleicht ist’s für Leidgenossen eine Hilfe. Um einen derart freundlichen Brief abzuschicken, musste ich aber zwei Nächte tief durchatmen. Letztendlich habe ich, was ich wollte.
Der Knackpunkt scheint mir die ‘Zwischenspeicherungen aus technischen Gründen’ zu sein. Offenbar finden sich die Daten der ‘Zwischenspeicherung’ z.B. in den Überschriften zu den Suchergebnissen wieder oder wie bei KainserZoze (Kommentar vom 16.06.) in Form eines Thumbnails. Bei mir waren es Textauszüge aus einem pdf-Dokument, auf das verlinkt wurde. Nun stehen in einer Überschrift naturgemäß keine Banalitäten sondern relevanten Daten. In meinem Fall waren es Adresse und Telefonnummer. Und die blieb, obwohl die Quelle schon 4 Wochen nicht mehr öffentlich war. Die ‘Zwischenspeicherungen’ wird in den Antwortschreiben von 123people als ‘einzige Ausnahme’ beschrieben. Ein Ausnahme, die es in sich hat.
So ganz hat mich das Support auch nicht verstanden, wie das Antwortschreiben zeigt und das Dokument “xx” haben die natürlich auch nicht entfernt – das hatte ich ja bereits 4 Wochen vorher gemacht. Die haben eben nur den besagten ‘Zwischenspeicher’ gelöscht. Danke!
VG
kbs340
“Entfernung meiner Adresse von 123people.de”
per Post an
123people Internetservices GmbH
Feldgasse 1/29
A-1080 Wien
Österreich
am 28.06.2009:
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit fordere ich Sie auf, meine Adresse bis zum 28.07.2009 vollständig aus Ihrem Datenbestand zu entfernen (siehe Anlage – screenshot).
Sie haben auf ein Dokument verlinkt, das bis Ende Mai 2009 öffentlich zugänglich war und haben daraus Text-Auszüge kopiert. Inzwischen habe ich das Dokument entfernen lassen, was auf Ihrer Homepage auch korrekt vermerkt wird (‚Not Found’). Die Text-Auszüge, die meine Adresse und meine Telefonnummer im Klartext enthalten, sind aber weiterhin lesbar und offenbar auf Ihren Servern gespeichert.
Das möchte ich nicht.
Ich danke Ihnen, dass Sie mich auf diese ungewollte Veröffentlichung aufmerksam gemacht haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen,
Antwort von 123people Supportteam am 06.07.2009:
123people ist eine Personensuchmaschine, die Ihnen die zum Zeitpunkt der Anfrage im Internet frei zugänglichen, öffentlichen Informationen sowie explizit für Suchmaschinen auffindbar markierte Social Network Profile zur gesuchten Person liefert. 123people stellt das Ergebnis der Echtzeitsuche übersichtlich in Sektoren dar, dabei handelt es sich aber um keinen gespeicherten Eintrag. Diese Informationen können auch über eine manuelle Suche im Internet gefunden werden.
Daten werden von 123people weder gespeichert noch veröffentlicht oder in irgendeiner Art ausgewertet. Einzige Ausnahme sind Zwischenspeicherungen aus technischen Gründen.
Wir haben jedoch aus Kulanz das Dokument “xx” entfernt….
MfG
Ihr 123people Supportteam
geschrieben von kbs340 am 10. Jul, 2009
danke kbs340 für deinen informativen erfahrungsbericht!
Was mich wirklich zum Lachen brachte, war die Aussage von 123people “wir haben jedoch aus Kulanz das Dokument gelöscht”.
Es ist doch ein Wahnsinn wie 123people die Leute für blöd verkauft. Es gibt unzählige Berichte, dass 123people Daten speichert.
Trotzdem müssen wir, deren Daten von 123people ohne Zustimmung gespeichert und veröffentlicht wird, regelmässig checken, ob bei 123people wieder Daten von uns veröffentlicht werden.
Kontaktiert man den anonymen support, der nebenbei bemerkt frech bis beleidigend antwortet, kommt zuerst einmal eine absage-mail, wie sie Doc Sahrah gepostet hat ala “Sie müssen froh sein, dass es uns gibt, denn wir zeigen Ihnen an wo etwas ungewollt veröffentlicht ist – wie sind Datenschützer!” Hakt man weiter nach, löschen Sie es dann “aus Kulanz”.
Unglaublich wie dreist die agieren – Groß angelegter Datenklau und dann auch noch Leute verarschen…..
geschrieben von Britta am 15. Jul, 2009
Hallo
auch ich bin von 123people ohne meine vorherige Einwilligung erfasst, gespeichert und veröffentlich worden.
Ich glaube hier werden 2 fundamentale Dinge übersehen:
1. Das Geschäftmodell von 123people verstösst gegen so ziemlich alle AGB’s der Internetseiten, von denen 123people die Daten illegal kopiert.
2. Das Geschäftmodell von 123people verstösst gegen deutsche Datenschutzbestimmungen
zu 1.
Wenn ich mich bspw. in einem Internetforum registriere, dann stimme ich den dort geltenden AGB’s zu. Ich kenne keine einzige Internetseite, die in ihren AGB’s erlaubt, dass ein Dritter diese Daten für seine eigenen Seiten verwenden darf. Die betroffenen Internetseiten haben laut Ihren AGB’s immer nur das nicht ausschliessliche Recht, die Daten für Ihre eigene Seite verwenden zu dürfen. Jedoch erlauben deren AGB’s nie, diese Daten an jemand anderen weiterzugeben oder zu verkaufen.
123people ist KEINE Suchmachine. Es ist eine kommerzielle Seite, die unerlaubt Daten von anderen Seiten kopiert, um diese dann auf der eigenen Seite mit allen anderen Informationen zusammen darzustellen. Wenn 123people etwas anderes behauptet, dann ist das gelogen und das lässt sich technisch sehr leicht beweisen.
zu 2.
123people verstösst gegen deutsche Datenschutzbestimmungen.
Es ist laut deutschen Datenschutzbestimmungen nicht erlaubt, gegen den Willen des Internetusers eindeutig zuordbare Informationen zu veröfentlichen. Aber genau das ist das Geschäftsmodell von 123people. Sie suchen alle Daten von Euch im Internet zusammen, verdichten diese Informationen, die ja vorher verstreut waren auf Ihrer Seite und erstellen damit ein eindeutig zuordbares Profil Eurer Person.
Das ist ohne Eure VORHERIGE schriftliche Zustimmung gar nicht erlaubt. Sie MÜSSEN laut Datenschutz Eure Daten sofort wieder löschen bzw. dürfen sie erst gar nicht speichern. 123people handelt hier offenbar nach dem Motto: “wo kein Kläger, da kein Richter”.
Also wehrt Euch!
kontaktiert Euren Datenschutzbeauftragten. Je nach Bundesland unterschiedlich. Siehe:
http://www.bfdi.bund.de/cln_029/nn_531524/DE/AnschriftenUndLinks/AufsBehoerdFuerDenNichtOeffBereich/AnschriftenAufsichtsbehoerdenFuerDenNichtoeffentlichenBereich.html
Beschwert Euch. Erstattet Anzeige (kostenlos) beim Datenschutz. Es wird sich nichts ändern, wenn Ihr nichts unternehmt!
geschrieben von Geschädigter am 26. Aug, 2009
Was ist denn nun eigentlich aus den ganzen Fällen geworden?
Auch ich bin betroffen und bekam auf meine E-Mail mit der Aufforderung zur Löschung die hier bereits erwähnte Standardabsage mit dem Verweis auf die Originalquellen.
Nun gut, ich werde mich nicht weiter mit diesem Verein rumärgern und möchte Anzeige erstatten bzw. einen Anwalt einschalten.
Ich bin vermutlich auch nicht der erste, der diesen Weg geht und würde mich über diesbezügliche Erfahrungen freuen, auch wenn man dies vermutlich hier nicht öffentlich diskutieren kann.
geschrieben von Peter am 25. Okt, 2009
Hallo Peter,
bei mir ging’s auch ohne Anwalt, deshalb kann ich Dir da keinen Tipp geben.
Aber alternativ: Hast Du denn mal versucht, die Originalquelle zu löschen? Erst dann wird’s eigentlich spannend, denn laut Aussage von 123people ist damit alles weg. Wie Du aber oben mehrfach nachlesen kannst, war genau das nie der Fall, da die ‘Zwischenspeicherung’ bestehen bleibt. Vielleicht wird der ‘Zwischenspeicher’ nur dann auf Anfrage gelöscht (ohne Anwalt), wenn Du vorher im Gegenzug das Original beseitigt hast.
Viel Erfolg!
VG
kbs340
geschrieben von kbs340 am 25. Okt, 2009
Hallo,
ja, möglicherweise. Allerdings ist es nicht meine Aufgabe, herauszufinden wie deren System funktioniert. Dazu fehlt mir die Lust und die Zeit. Und auch wenn ich eigentlich ein netter Zeitgenosse bin, lasse ich mir nicht alles gefallen.
Und: Ich möchte ja gar nicht alle Originale löschen lassen.
Das Problem an 123people ist doch: Da werden Daten unterschiedlicher Personen zusmmengemixt, teilweise kann ich die Quellen also gar nicht löschen, da sie von anderen Personen stammen.
Dann existieren veraltete Daten von mir irgendwo im Netz, die normalerweise niemand finden würde und die mich deshalb auch nicht stören. 123people legt es aber bewußt darauf an und befördert diese “Altlasten” unter meinen Namen wieder nach oben in die Suchmaschinen, um damit Geld zu verdienen.
Und das alles ist sicherlich nicht ok. Also Leute: Wehrt euch!
geschrieben von Peter am 26. Okt, 2009
Hallo,
schöne Diskussion! Ich möchte auch meine Gedanken/Fragen teilen.
Ich leide unter dem Problem, dass bei einer Suche nach meinem “Vorname + Nachname” bei Google als erstes das Ergebnis von 123people auftaucht – noch vor meiner eigenen Webseite. Dies ist darum so schlimm, da ich Freiberufler bin und doch der ein oder andere Kunde nach mir googelt um sich über meine Leistungen zu informieren – dies ist dann sehr ärgerlich!
So wie ich die Diskussion verfolgt habe, ist es vereinzelt möglich Informationen aus dem 123people-Profil entfernen zu lassen. Wie ist es denn um den gesamten Profilaufruf bei 123people bestellt? Konnte den schon irgendjemand entfernen lassen?
Nebenbei ärgert es mich auch, dass 123people eine E-Mail Adresse abgebildet hat, welche sie offensichtlich aus dem Impressum meiner Webseite genommen haben (da diese Adresse sonst nirgend im Internet zu finden ist) – ich diese Seite aber auf nofollow, no index und durch robots.txt gesperrt habe. Auch via .htaccess habe ich div. Crwaler gesperrt. (In diesem Zusammenhang wäre es von Vorteil den Crawler von 123people und Co identifizieren zu können und zu blocken). Demnach kann 123people die Information über meine E-Mail NICHT von Google haben, sondern hat meine Webseite gecrawelt, obwohl ich dies (versucht) verboten habe. Auf meiner Webseite habe ich auch den Hinweis gegeben, dass die Weitergabe und Verarbeitung meiner Daten nicht erlaubt ist und meine Einwilligung braucht. In meinen Augen “verarbeitet” 123people aber meine Informationen – indem sie diese ordnen und auflisten, auch wenn sie diese Infos über Google gefunden haben, welche Google wiederrum von meiner Webseite hat bzw. Google hat diese Infos nicht direkt – Google hat nur den Link zu meiner Seite – oder zu dieser Seite mit dieser Information – im Index.
Abschließen ist evtl. dieses hier auch interessant: http://blog.beck.de/2009/10/31/personalsuchmaschinen-erste-verbotsurteile-gegen-yasni-co
geschrieben von Müller am 04. Nov, 2009
Guten Tag,
es gibt Dienste, die es anbieten, seine Reputation im Internet zu schützen und zu verbessern.
Unser Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, unangenehme und unliebsame Einträge schnell und günstig entfernen zu lassen. Die Erfolgsquote ist sehr hoch.
http://www.web-killer.de
Darüber hinaus bieten wir auch die Möglichkeit an, seine Reputation professionell überwachen zu lassen.
Mit freundlichen Grüßen
web-killer.de
geschrieben von web-killer am 22. Nov, 2009
Was mich an diesen tools stört ist dass sie auch Daten preisgeben, die nicht für alle bestimmt sind. So taucht auf 123people meine Firmenmailadresse auf, die im Internet nur in meinem xingprofil zu finden ist, da sie noch relativ neu ist. Dort ist es so eingestellt, dass nur persönliche Kontakte darauf Zugriff haben sollten. Jetzt frage ich mich, wie dann diese Adresse hier auftauchen kann. Und diese Art der Adressgewinnung ist unsauber und sorgt dafür, dass ich jetzt schon täglich 3 Spammails bekomme – und das nach knapp einem Monat mit der Mailadresse. So etwas ist extrem unseriös, nervig und auch eine frechheit
geschrieben von Chris am 11. Feb, 2010
bei Eingabe meines Namens im Google erscheint unter 123 people ” fotos von M…” dann sind neben meine Fotos auch Fotos von ungewollten Personen (z.T. International bekannte).
Ich werde mich jetzt an meinen Rechtsschutz wenden
geschrieben von Mata am 18. Jan, 2011
… es ist schon eine Seuche – mit 123People. Ich habe den Bundesdatenschützer angeschrieben.Die sind für die Beschwerde gegen 123People nicht zuständig. Das ist der Datenschutzbeuaftragte von Bayern. Denn der Firmensitz von 123People soll München sein.
Mein Tipp: Bombadieren wir doch den obersten bayrischen Datenschützer mit Beschwerden. Vielleicht wird der dann endlich aktiv.Seit meiner Beschwerde beim Datenschutz in München sind mittlerweile 7 Tage vergangen – bisher habe ich nicht einmal eine Antwort bekommen. Ich glaube, es ist nur möglich sich gegen solche Anbieter zu wehren, wenn genügend öffentlicher Druck aufgebaut wird …
Das einzige was dauerhaft helfen würde, wäre eine Strafandrohung in Verbindung mit hohe Bußgeldern. Aber dafür müssten die Herren und Damen Politiker endlich mal wach werden.
Mein Fazit:
Ich persönlich halte die Betreiber von 123People für (zummindest) semikriminell. Denn entgegen den Behauptungen, dass dieses Unternehmen verbotenerweise keine Daten sammelt – sind auch meine Erfahrungen:
- Textpassagen (auch von gelöschten Seiten)
werden publiziert
- trotz schriftlicher Unterlassungsaufforderung
werden bemängelte Daten nicht gelöscht
- Inhalte werden willkürlich vermischt
… und und und …
Abgesehen davon glaube ich, dass es ein Verstoß gegen das Urheberrecht ist – selbst wenn Daten im Internet in der Vergangenheit freigegeben wurden. So wurde 123People sicherlich von (fast) niemandem dazu legitimiert diese zu veröffentlichen. Dieses dubiose Unternehmen klaut geisitges Eigentum. Mal abgesehen davon, dass die Preisgabe meiner Daten – gegen meinen Willen – ein Verstoß gegen das DS-Gesetz sein dürfte.
Einen lieben Gruß
Sandra
P. S. Aber Achtung. Wenn ihr 123People per Mail
oder sonstwie zur Löschug auffordert.
Nicht, dass die die Daten auch noch
veröffentlichen
geschrieben von Sandra am 21. Feb, 2011