SaftKultur statt SaufKultur

22. Februar 2009 – 16:53

Wir brauchen eine SaftKultur!
In Indien gibts die ja sogar für Hunde – hier nicht mal für Menschen….

Wenn ich aus dem Fester blicke, seh ich seit Altweiberfastnacht torkelnde Menschen aller Altersgruppen.
In Zeiten dieser als Brauchtum deklarierten Massenbesäufnisse fragt sich die Ärztin erst recht, wieso der Staat den Alkoholismus weit weniger bekämpft, als das Rauchen.

“Die Folgekosten der Alkoholkrankheit sind enorm, da neben den Belastungen des Gesundheitswesens auch indirekte Kosten wie die Verluste an volkswirtschaftlicher Produktivität durch Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung sowie Folgekosten von alkoholbedingten Verkehrsunfällen, Straftaten und erhöhte Scheidungsraten von Alkoholkranken zu berücksichtigen sind. Das Robert Koch Institut schätzt den jährlichen volkswirtschaftlichen Schaden auf 20 Milliarden Euro; andere Schätzungen belaufen sich auf 15 bis 40 Milliarden Euro. Dem stehen staatliche Einnahmen an Alkoholsteuern von zur Zeit etwas mehr als 2,2 Milliarden Euro gegenüber. Die Umsätze der Alkoholindustrie Deutschlands belaufen sich auf gleich bleibend zwischen 15 und 17 Milliarden Euro, die mit rund 85.000 Beschäftigten erzielt werden.” (Quelle: Wikipedia)

Demgegenüber stehen  laut  Verband der deutschen Fruchsaftindustrie nur knapp 4 Milliarden Umsatz mit Säften.
Ja, wir brauchen eine SaftKultur!

Twitter das!

  1. 25 Kommentare zu “SaftKultur statt SaufKultur”

  2. Gerhard Zirkel

    Seit wann geht es dem Staat um unsere Gesundheit? Wer den Damen und Herren Politikern die besseren Jobs nach ihrer Amtszeit anbieten kann hat halt die Nase vorn – und die Jobs liegen bestimmt nicht in der Saftindustrie :)

    Ausserdem ist Safttrinken nicht cool und hirntot macht es auch nicht …

    Gerhard Zirkel
    Safttrinker

    geschrieben von Gerhard Zirkel am 22. Feb, 2009

  3. Daniel

    Über die Gepflogenheiten der Politik diesbezüglich hattest Du doch schon mal berichtet… http://www.doc-sarah-schons.de/blog/2007/10/bush-trommelt-merkel-wochenschaut-und-sarkozy-lallt-staatsobehaupter-vol-i/ – und kürzlich brillierte ein Japaner volltrunken. Ja – wir brauchen eine SaftKultur.

    geschrieben von Daniel am 22. Feb, 2009

  4. Petra Vie

    Lieber Doc,

    nun ja, die Steuereinnahmen sind’s dann wohl nicht. Was könnte also die Motivation des Staates/ der Politik sein, so gar nichts gegen Alkohol-Abusus zu unternehmen ?
    Ist die Welt nur “besoffen” zu ertragen ?
    Sind “mündige, klar denkende Bürger” überhaupt erwünscht und was wäre hier los im Ländle, wenn sich niemand mehr, rein gar nix mehr schön trinken könnte ? Verstehe mich keiner falsch.
    Es geht nicht um’s Gläschen Bier oder Wein, es geht ums Koma-Saufen, um Pegel-Trinker in etablierten Berufen, deren alkoholbeein- trächtige Ausübung auch schon mal Menschenleben kosten kann. Aber es ist wie so vieles ein TABU. Wie also sollen Betroffene die dem “King Alcohol” erlegen sind, überhaupt ein Problem darin sehen, geschweige Hilfe finden, wenn Trunksucht 1. völlig gesellschaftskonform ud 2. jederzeit, leicht zu habender Stoff verfügbar ist ?

    Fragt sich
    Petra

    geschrieben von Petra Vie am 22. Feb, 2009

  5. Doc Sarah

    liebe petra,
    das ist ja das, was mich so wundert an dieser staatsorganisation, die offenbar die trunksucht der bürger braucht, um wieder gewählt zu werden…
    ein grund mehr, die SaftKultur zu fördern ;-)

    geschrieben von Doc Sarah am 22. Feb, 2009

  6. Andrea

    Ich dachte, die Menschen besaufen sich, weil die Politiker diesen Saftladen regieren 8O !
    Ich trinke übrigens Wasser und Tee…
    (Was für ein Glück, dass ich hauptsächlich über Blogs was von Fasching mitbekomme… ich glaub ich würde nicht sehr gut damit zurecht kommen, die betrunkenen Massen vor der Tür torkelnd zu erleben…)

    geschrieben von Andrea am 22. Feb, 2009

  7. Michael (Baudax)

    Ich war vor Jahren in Köln zum Karneval, an einem Sonntag bei den – ich glaube so heisst das – Viertelszügen.
    Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele sturzbetrunkene KINDER gesehen, wie auf diesen Umzügen. Ich habe sofort die Flucht ergriffen.
    Da ja auch in der Vergangenheit besoffene Abgeordnete am Rednerpukt im Bundestag standen und es auch angeblich etliche Alkoholiker unter den “Volksvertretern” geben soll, wundert mich die Verniedlichung des Alkoholmissbrauchs durch die Politik nicht.
    Ich bin einmal vom Gericht – damals hieß das noch “vorläufige Vormundschaft” zu einem solchen Vormund eines alkoholkranken Mannes bestimmt worden und habe von mehreren Zwangseinweisungen, Besuchen und Gesprächen im Landeskrankenhaus, trockenen Perioden und Rückfällen bis zur absoluten Hilflosigkeit alles miterleben müssen, einschl. Arbeitsplatzverlust, Ehescheidung usw.
    Das war für mich DIE Lehre im Umgang mit Alkohol. Den Verfalll dieses (im Grunde ganz tollen) Menschen und die Zerstörung einer Familie mit Kindern hautnah miterleben zu müssen bleibt mir unauslöschlich im Gedächtnis.
    Deshalb rennst Du bei mir mit diesem Thema offene Türen ein!!!

    geschrieben von Michael (Baudax) am 22. Feb, 2009

  8. Petra Vie

    Lang lang ist’s her, ich muß so Anfang 20 gewesen sein und ich besuchte Samouthraki. Meine erste und einzige Bouzuki/Ouzo-Nacht endete mit einem blackout. Auf der Feier hatten sich mein griechischer holiday lover und sein bester freund sehr in die wolle bekommen. am nächsten morgen wachte ich in meinem Zelt am Strand wegen einer Stimme auf, die ich dem besagten best friend zuordnete. Mein Kopf schmerzte und ich rief: “Mensch Tassos verpiß Dich.” (so schnell kann man i.Ü. griechisch lernen aber mangels Anwendung manches auch schnell wieder vergessen :-)
    Von draußen sagte die Stimme: “Ich bin nicht Tassos, Tassos ist tot.”
    Ich war sofort hellwach und klar im Kopf. Später stellte sich heraus, daß Tassos im volltrunkenen Zustand, beim Versuch sein Bett auf dem Flachbau-Dach zu entern, ohne Fremdeinwirkung abgestürzt war und sich das Genick gebrochen hatte.
    Diese Geschichte hat bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich wollte einfach nie wieder
    nicht wissen, wie ich wohin gekommen bin.

    Liebe Grüße
    Petra

    geschrieben von Petra Vie am 22. Feb, 2009

  9. Doc Sarah

    also: wie kommen wir jetzt hin zur SaftKultur?! denn daß sie wichtig ist, wird aus euren beispielen immer evidenter…

    geschrieben von Doc Sarah am 22. Feb, 2009

  10. Petra Vie

    Tja Sarah, die Säfte…. sind so ‘ne Sache…. Obstsäfte sind nicht eines jeden Sache, kennst Du eigentlich V8-Gemüsesaft ? Tee’s sind auch nicht schlecht….. ein bissel überrascht war ich, daß in D mehr Kaffee als Wasser getrunken wird.
    Kurzum Trink-Kultur ist ein Teil von Lebenskultur aber wer führt nun tatsächlich ein kultiviertes Leben…. Entschleunigung fängt vielleicht gerade
    an….

    geschrieben von Petra Vie am 22. Feb, 2009

  11. Andrea

    Ein Twitterdienst, der ans Wassertrinken (auch Saft und Tee) erinnert verhilft über 70 Bundesbürger unter der Woche zu mehr (und gesunde) Flüßigkeitsaufnahme…

    (@H2Otweet)–ohne link, aber die Leser, die twittern, wissen, wie das geht. Wenn man davon sich begeistern lässt, kann man die Meldungen auch weiter tweeten… Wenn im Büro einer sitzt, der mehr H2O trinkt, kann der dann in seinem Büro mehrere anstecken… vielleicht doch eine langsame und von Twitteratkion initierten “Umdenken” unterstützen?

    geschrieben von Andrea am 23. Feb, 2009

  12. Doc Sarah

    @ petra: saft meint auch gemüsesaft! na klar!
    und zu förderung einer neuen trikkultur finde ich
    @andrea’s vorschlag prima – einen twitterdienst als reminder zb.
    any ideas, wie wir sowas technisch umsetzen können ?!

    geschrieben von Doc Sarah am 24. Feb, 2009

  13. Kirstin

    Ich nutze zur “Wassertrinkerinnerung” den Trinkwecker von Brita (Wasserfilter). Den hat man auf dem Desktop, nachdem man ihn downgeloadet hat. Für Säfte? Mit Abstrichen, denn die sollte man keineswegs in ähnlichen Mengen trinken, wegen der Kalorien. Aber der Gedanke an sich gefällt mir. Vielleicht eine Art Obstticker oder Saftticker mit nützlichen kleinen Infos für den Tag… Muß mal meinen Rechner durchsuchen, denn ein Freund hat mir da mal so ein kleines Programm zugespielt…

    Hoffentlich klaut das jetzt keiner, bei dem Buzz den Du hier auf Deinem Blog hast… ;-)

    geschrieben von Kirstin am 24. Feb, 2009

  14. Doc Sarah

    @ kirstin: die neue deutsche trinkkultur haben wir immerhin ins leben gerufen… no prob, wenn das die runde macht… und vor saftkalorien braucht sich niemand zu fürchten – immer noch weit weniger als alkohol kalorien – und ausserdem gesünder! ;-)

    geschrieben von Doc Sarah am 24. Feb, 2009

  15. Stuelpner

    Mit Verlaub: Ist der Begriff “Saufkultur” nicht schon ein Widerspruch in sich? ;-)

    geschrieben von Stuelpner am 25. Feb, 2009

  16. Doc Sarah

    @ stuelpner
    da hast du recht “SaufKultur” ist ein absolutes unwort – aber leider weit verbreitet… und ich konnt dem gegen-begriff zur “SaftKultur” nicht widerstehen – nicht nur aus redaktionellen gründen…. ;-)

    geschrieben von Doc Sarah am 25. Feb, 2009

  17. Andrea

    Re: Twitter, man kann auch #hash-tags und Tweet-Alert in Kombination verwenden…
    Und alle Twitteraccounts können auch in Widgets umgewandelt werden (so auch @H2Otweet), die dann ähnlich funktionieren, wie die Brita “Wassertrinkerinnerung”.
    @Fragen benutzt #hash-tags und glaub ich Tweetalert… und jetzt läuft es automatisch.
    Also, ein Vorschlag:
    Schritt 1: (einzel Aktion)
    bei Twitter ein Account @saftkultur aufmachen (kann ich gerne machen, möchte aber nicht die Idee klauen… also bitte, Frau Doc…)
    Schritt 2: (kann jeder mitmachen)
    @saftkultur folgen!
    Schritt 3: (kann jeder mitmachen)
    Wenn wir einen Safttrinken, dann melden wir es bei Twitter unter der Hashtag #saftkultur (more buzz :) ).
    Schritt 4: (wieder einzel Aktion und zwar von der jenige, der Schritt 1 gemacht hat)
    Hashtags bei Tweetalert “abholen” und über @saftkultur wieder tweeten.
    Schritt 5: (jeder)
    gelegentlich auf euren Twitteraccounts etwas über @saftkultur fallen lassen, damit die Tweets weiter kommen und @saftkultur mehrere Follower bekommt.
    *****************
    Offen für Vorschläge & Verbesserungen!

    geschrieben von Andrea am 26. Feb, 2009

  18. Andrea

    (Natürlich wenn das läuft, dann kann ich gerne ein Widget machen, das kann dann jeder auf sein Blog oder Webpräsenz stellen… more Buzz.)

    geschrieben von Andrea am 26. Feb, 2009

  19. Tom (Purzelpfund.de)

    Diese Saufkultur habe ich nie verstanden. Ich hab jahrelang gar keinen Alkohol getrunken, erst mit etwa 22 das erste Gläschen Bier getrunken. Heute trinke ich zweimal im Monat ein Bier, meist, wenn wir irgendwo zum Essen gehen, und gelegentlich ein Gläschen Single Malt Whisky.

    geschrieben von Tom (Purzelpfund.de) am 03. Mrz, 2009

  20. Arne

    Da kann man wohl kaum von Alkoholkosum sprechen. Gut so!

    geschrieben von Arne am 12. Okt, 2009

  21. DocSarah

    Tweeps aus #düsseldorf : karneval gibts saftkultur statt saufkultur http://www.doc-sarah-schons.de/blog/2009... in der praxis – termin folgt! säfte von @SaftTante
    via Twitoaster

    geschrieben von DocSarah am 20. Jan, 2010

  22. DocSarah

    @Blogpaten ihr seid gute menschen!! das ist wie krieg… #Düsseldorf #Karneval
    via Twitoaster

    geschrieben von DocSarah am 20. Jan, 2010

  23. Blogpaten

    @DocSarah Wir nehmen auch wieder zwei Karnevals-Flüchtlinge bei uns auf. ;-) #Düsseldorf #Karneval
    via Twitoaster

    geschrieben von Blogpaten am 20. Jan, 2010

  24. DocSarah

    Ob #kirmes oder #karneval – wir brauchen saftkutur statt saufkultur http://www.doc-sarah-schons.de/blog/2009... – dank an @SaftTante für http://www.walthers.de/
    via Twitoaster

    geschrieben von DocSarah am 23. Jul, 2010

  25. MonikaBirkner

    RT @DocSarah: ob #kirmes oder #karneval – wir brauchen saftkutur statt saufkultur http://www.doc-sarah-schons.de/blog/2009... – dank an @SaftTante für http://w
    via Twitoaster

    geschrieben von MonikaBirkner am 23. Jul, 2010

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  2. Feb 24, 2009: Baudax Blog » SaftKultur statt SaufKultur

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