„Turn it on again“ – GENESIS Tour 2007 – Doc Sarah Rocks & Rolls again

28. Juni 2007 – 14:47

Rock-Doc-PackJa, wir arbeiten auch abends und nachts und an Wochenenden…
Je nach Konzert 6 – 12 Stunden „Sonderschicht“ nach laufendem Praxisbetrieb.

Letztes Jahr war ich beispielsweise auch als Personal Doc von Madonna für die supertolle Madonna – Confessions Tour gebucht.
(Den „Doctor Pass“ davon seht Ihr ganz links im Bild)

2007 hat die Rock Doc Saison mit dem „Personal-Doc-Job“ für die Genesis „Jungs“ begonnen, deren Konzerte uns wieder mal Abende der high-density Arzt-Arbeit bescherten.

Genesis 2007

„Rock Doc“ zu sein ist verdammt verantwortungsvoll unter Extrem-Bedingungen.
Nix, aber auch gar nix von „easy going, häng´ ich mit den Stars ab und bade im Glamour..“
Wir müssen bei dieser Arbeit total flexibel sein. Und sehr, sehr professionell. Unter Rahmenbedingungen, die eigentlich obsolet für korrektes ärztliches Handeln sind.

„Rock Doc“ für die Artists and the Production-Team sein heißt: Im inner-security Bereich einchecken, irgendwo ein unmögliches Plätzchen finden, wo Notfallkoffer und übriges high-tech Equipement bühnennah und sicher stationiert sind. Mit Notärzten und Rettungswagen (die immer nur für´s Publikum da sind) einstudieren, was beim Künstler- bzw. Bühnenunfall zu geschehen hat, wie die Rettungswege laufen und wer warum wann wie „priority“ hat.

Rock Doc SarahAlle möglichen und unmöglichen (Unfall-) Risiken schnell scannen, checken und darauf vorbereitet sein. In dem ganzen „back-stage“ Gewusel unsichtbar präsent und ständig ansprechbar, auf Sprung und jedem vom „inner circle“ zur Hilfe zu sein. Jede Situation gelassen und unter -nennen wir es mal euphemistisch-: „minimalistischen“ Bedingungen schnell, effizient und erfolgreich zu lösen.
Die „Range“ reicht von Kleinigkeiten bis zum banalen oder auch exotischen Supergau. Manchmal ist irre viel zu tun, manchmal sehe ich auch was von der Show… Expect the unexpected… (Mehrsprachigkeit ist übrigens ein Muß für den Job!)
Und dabei immer gaaaanz locker und entspannt bleiben, wie es im super durchorganisierten und dennoch chaotischen Rock & Roll Biz so üblich zu sein scheint ist…

Also: definitiv kein Job für Anfänger! Und erst recht nicht für „VIP-Junkies“!!! Auch kein Traumjob oder etwa hochbezahlt – aber Spaß macht es. Weil es alles fordert, was wir können und all unsere Facetten anspielt.
Das ist wie Leben im Grenzland zwischen verschiedensten Welten und fordert jede Kompetenz von dem, was wir mit unserem Team alles so drauf haben…

„Girl´s just wanna have fun (?!)..“ auch rund um Generation 50+. .. den haben wir, wenn wir mit den „Rock-Sauriern“ (wer hat diesen Terminus eigentlich geprägt?!) auf Tour sind… 😉

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