Wir zahlen nicht für Eure Krise

28. März 2009 – 22:24

Zum heutigen Aktionstag ein Video von Anni Gross.

Düsseldorf hat mal wieder sehr passend morgen nen „Shopping Sunday“ – buchen wir ab unter Erwin & Konsorten oder  Erwinschem Nachbeben. Aber: auch diese Stadt kann Stil haben… kommt noch wieder….

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  1. 2 Kommentare zu “Wir zahlen nicht für Eure Krise”

  2. Florian

    Wäre DIE Alternative schlechthin nicht ein völlig neues Geld- und Finanzsystem, das nicht Umwerteilung und Umweltzerstörung fördert, sondern genau das Gegenteil bewirkt. Leider ist man sich auf Seiten derartiger Alternativen ja selbst noch nicht einig, wie so ein neues System letztendlich aussehen könnte.

    geschrieben von Florian am 03. Apr, 2009

  3. Stefan Wehmeier

    2010: vom Betriebssystem Gott zum Betriebssystem Mensch

    Nein, wir kommen 2009 nicht aus der Krise. Im Gegenteil – sollte es nicht gelingen, bis 2010 die Natürliche Wirtschaftsordnung zu verwirklichen, kommen wir nie mehr aus der Krise!

    Warum hat John Maynard Keynes 1944 auf der Bretton-Woods-Konferenz eine internationale umlaufgesicherte Währung (Bancor) vorgeschlagen? Weil Keynes wusste, dass Silvio Gesell Recht hatte, und dass – sollte weiterhin Zinsgeld verwendet werden – die Weltwirtschaft auf die globale Liquiditätsfalle (Armageddon) zusteuern würde. Also: Herzlichen Glückwunsch – wir stehen unmittelbar davor! Denn religiös Verblendeten fällt es unendlich schwer, sechs Gleichungen mit neun Unbekannten zu lösen:

    (001) Wer die Erklärung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.

    (044) Jesus sagte: Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel.

    (055) Jesus sagte: Wer nicht seinen Vater hasst und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und wer seine Brüder nicht hasst und seine Schwestern und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein.

    (105) Jesus sagte: Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird Sohn der Hure genannt werden.

    (106) Jesus sagte: Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: „Berg, hebe dich hinweg!“, wird er verschwinden.

    (113) Seine Jünger sagten zu ihm: „Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?“ Jesus sagte: „Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: „Siehe hier oder siehe dort“, sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht.“ ***

    (Nag Hammadi Library / Thomas-Evangelium)

    Einzig sinnvolle Lösung:

    Mutter = Summe aller Ersparnisse
    Hure = Finanzkapital
    Brüder und Schwestern = Sachkapitalien
    Berg = Rentabilitätshürde
    Tod = Liquiditätsfalle
    Vater = Kreditangebot
    Sohn = Kreditnachfrage
    heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld
    Königreich = Natürliche Wirtschaftsordnung

    (Die originale Heilige Schrift – die „heilige Bibel“ nur bis Genesis 11,9 – bezieht sich immer zuerst auf die ganze Kultur und erst danach auf den einzelnen Kulturmenschen!)

    Wenn wir diese eine sinnvolle Interpretation als richtig ansehen, war der Prophet Jesus von Nazareth das größte Genie aller Zeiten, und er entdeckte tatsächlich die einzig denkbare Möglichkeit, wie Menschen wirklich zivilisiert zusammenleben können: das Grundprinzip der absoluten Gerechtigkeit als Basis für die ideale Gesellschaft.

    Wäre Jesus der moralisierende Wanderprediger gewesen, zu dem ihn die „heilige katholische Kirche“ degradierte, wüssten wir heute gar nicht, dass es jemals einen Propheten dieses Namens gegeben hat! Die „Moral“ ist eine irrelevante Größe: solange es möglich ist, einen unverdienten Gewinn auf Kosten der Mehrarbeit anderer (Frucht vom Baum der Erkenntnis) zu erzielen, weil eine fehlerhafte Makroökonomie die Gesellschaft in Zinsgewinner und Zinsverlierer unterteilt, wäre selbst dann, wenn alle Menschen grundehrlich und auch noch hyperintelligent wären, der nächste Krieg unvermeidlich. Andererseits: sind leistungslose Kapitaleinkommen eigendynamisch auf Null geregelt, bedeutet es prinzipiell das Beste für alle, wenn jeder Einzelne nur das Beste für sich anstrebt. Der Moralbegriff löst sich auf.

    Mit freiwirtschaftlichem Gruß

    Stefan Wehmeier

    *** „Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat.“

    Silvio Gesell

    geschrieben von Stefan Wehmeier am 28. Jul, 2009

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