Doc Blogs Dogs Favourites Vol.XX – Worldcup

12. Juni 2010 – 19:44

Das einzig intelligente Fußballspiel, das wir je sahen, bescherten uns die Jungs von Monty_PythonW. Drum möchten wir dies als unseren ersten und letzten Beitrag zum WM2010 Horror mit Euch teilen und lassen uns von dem meist mehr als weniger besoffenen Gegröle der Fußballfans aller Orten auch nicht ärgern, sondern schmunzeln….

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Eine Spielalternative zu Griechenland wäre auch Frankreich in folgender Aufstellung:
Descartes
Roussault
Voltaire
Saussure
Sartre
Camus
Bergson
Merleau-Ponty
Foucault
Derrida
Zinedine Zidane

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  1. 12 Kommentare zu “Doc Blogs Dogs Favourites Vol.XX – Worldcup”

  2. @fischsteffchen

    Ich vermisse Deleuze in der Frankreich-Aufstellung…wobei, das würde wohl im totalen Chaos enden – BPeske Zustaende – nicht auszudenken ! Ole Ole Ole Ole (Öle Öle Öle Öle…)

    geschrieben von @fischsteffchen am 12. Jun, 2010

  3. Doc Sarah & die Doc Blog Dogs

    ok – ich tausche merleau-ponty gegen deleuze aus… chaole chaole chaole 😉

    geschrieben von Doc Sarah & die Doc Blog Dogs am 12. Jun, 2010

  4. StressToy

    Ich bin von diesem Vuvuzela-Getröte schon ganz taub, ich kann gar nix mehr sehen… Keller, ich glaube, ich gehe jetzt in den Keller und warte bis es vorbei ist.

    geschrieben von StressToy am 14. Jun, 2010

  5. Doc Sarah & die Doc Blog Dogs

    @StressToy: bei mir hör ich das alles sogar noch im keller *jaul*

    geschrieben von Doc Sarah & die Doc Blog Dogs am 16. Jun, 2010

  6. Folkher Braun

    Moin.

    Als ehemaliger Mitwirkender beim DJK Milte Alte Herren um 1982 erlaube ich mir zu bemerken: Der Trainer der Deutschen ist ein Trottel.
    Begründung. Hegel in die Startelf zu berufen, ist völliger Blödsinn. Denn aufgrund seiner Dialektik sieht er alles doppelt. Zwei Bälle auf einmal schießen kann kein Mensch. Karl Marx nachträglich (2:09) warmlaufen zu lassen, ist auch falsch. Denn KM hat über Epikur und Demokrit promoviert. Der hätte beide sofort – weil er keine Widerworte duldete – massakriert.
    Wir hätten dann zwei Spieler eindeutschen sollen wie Cacau, nämlich Adam Smith und David Ricardo. Ricardo hätte den Griechen das Zocken an der Börse Ihrer Majestät beigebracht, die wären heute steinreich statt pleite. Und Smith hat in seinem Erstlingswerk (The Theory of Moral Sentiments, 1759) uns allen erklärt: „How selfish soever man may be supposed, there are evidently some principles in his nature, which interest him in this fortune of others, and render their happiness necessary to him, though he derives nothing from it except the pleasure of seeing it.“ Das ist wohl das, was unsere Hunde täglich machen.

    gruß f

    geschrieben von Folkher Braun am 17. Jun, 2010

  7. Folkher Braun

    Entschuldigung.

    Das Argument mit dem Smith habe ich nicht richtig erläutert: Wer sich am Erfolg/Glück etc. seines Nachbarn erfreuen kann oder will, tritt ihm nicht vor das Schienenbein. Vulgo: spielt kein Fußball. Smith hätte das Spiel also als der menschlichen Natur abträgliche Veranstaltung gegeißelt. Die Griechen wären zu dem Zeitpunkt schon mit Ricardo zum Zocken abgedüst und Smith und Marx ständen da, während Epikur und Demokrit mit starkem Blutverlust am Boden liegen. Weiter weiß ich im Moment auch nicht. Also hätte der blinde Hegel das Ding doch ´reinmachen können? Wir sollten das Drehbuch entsprechend weiterschreiben.

    gruß f

    geschrieben von Folkher Braun am 18. Jun, 2010

  8. Doc Sarah & die Doc Blog Dogs

    ich grübel grad über ein italienisches/römisches team… dante ist als trainer designiert für die göttliche komödie – und für spanien seh ich spinoza… an den mannschaften wird noch gebastelt 😉

    geschrieben von Doc Sarah & die Doc Blog Dogs am 18. Jun, 2010

  9. ml

    Hm,
    in die französische Menschschaft sollten auf jeden Fall Lacan und Kojeve, vielleicht auch Badiou. Ein italienisches Team bestünde ja wohl nur aus alten Herren, Guitiarri vielleicht. Spanien? Keine Chance.

    geschrieben von ml am 19. Jun, 2010

  10. Folkher Braun

    Nö.

    Italien braucht nur einen Spieler: Niccolo Machiavelli. Der würde sich an den Mittelkreis stellen und den 11 gegnerischen Mitspielern erklären, er habe gerade die Aserbeidschaner vom Trainer Berti engagiert. Da wissen die Gegner nicht: haben die eine Grundausbildung der Roten Armee und laufen auf mit dem AK 47 (Automat Kalashnikov) auf dem Rücken herum oder nur mit einem Schweizer Offiziersmesser? Der Fußball ist ja nur eine zivilisierte Form des gegenseitigen Bekriegens. Sollten sich doch noch italienische Fußballspieler auf den Platz trauen – was von der Sache her nicht nötig ist – erleben wir Folgendes: der italienische Fußballspieler (jede männliche Person in Italien ist Fußballspieler) ist die späte Rache der italienischen Mama an ihrem Ehemann. Weil: der Sohnematz darf alles. Wenn die Tochter ´ne Milchschnitte in den Einkaufswagen wirft, bekommt sie was auf die Finger, der kleine Fußballspieler darf den ganzen Karton umfüllen. Die italienische Mama macht so was, weil sie genau weiß, dass ihre Tochter höchstens noch bis zum 18. Lebensjahr die Chance hat, von Berlusconi wahrgenommen zu werden. Ansonsten droht ihr das Schicksal, was sie selbst erlitten hat: Mama werden. Sohnematz ist potentiell ein Totti.
    Bezüglich Frankreich erlaube ich mir anzumerken: völlig aussichtslos. Franzosen können nicht Fußball. Das lassen sie ihre Einwanderer machen. Das ist für Franzosen kein Problem, denn mit Fremdenlegionen haben sie reichlich Erfahrung. Als Trainer empfehle ich Pierre Bourdieu. Weil er in der Untersuchung, wie die Kultur zum Bauern kam, nachgewiesen hat, dass diese Bemühungen der Intelligenz, den produktiven Kräften Manieren beizubringen, völlig aussichtslos sind. Deswegen können sie ihre Einwanderer inzwischen nicht mehr motivieren, einem Ball hinterherzulaufen. Der Bauer will keine Kultur (der Bourgeoisie) und der Einwanderer keinen Ball. Der fackelt lieber Autos ab.
    Wir können auch keinen Sartre oder Camus aufstellen, weil, das sind mit Selbstbespiegelungen ihres eigenen So- und Daseins beschäftigte Charaktere, da würde eher Adam Smith dem Ball hinterherlaufen, solange Madame de Stael im Publikum sitzt.

    Weitere Untersuchungen erscheinen notwendig: Was ist mit Berti? Kann Jogi seine Millionäre besser motivieren? Gibt es einen Machiavelli im italienischen Team? Oder hat er sich getarnt und heißt heute Diego Maradona? Wir wissen es nicht.

    gruß f

    geschrieben von Folkher Braun am 20. Jun, 2010

  11. Doc Sarah & die Doc Blog Dogs

    @ folkher: einwanderer spielen ja nicht nur in frongraisch – dieser kolonialismus der fussballclubs / millionenschwere moderne menschenhandel kennt ja keine grenzen mehr. es zählt das geld der clubs – und nicht die provenienz der spieler.
    dahingehend bemerkenswert konsequent der nordkoreanische „spielleiter“, der eine chinesische mannschaft ins rennen schickt.
    (nebengedanke: „legende von der entstehung des buches „Tao Te King“ auf dem weg des laotse in die emigration“ von berthold brecht. laotse würde vermutlich mit dem tao des balls konfuzius konfundieren – die beiden kann man also schon mal nicht in einem team aufstellen).

    @michael ml: für spanien habe ich folgenden vorschlag: moses maimonides als kapitän (sein hauptwerk war ja „führer der unschlüssigen“) und im sturm josé ortega y gasset („aufstand der massen“) sowie seinen schüler julián marías aguilera („la España inteligible“) – sollte eigentlich schon reichen..

    ps: unser thema zieht kreise… entdeckte soeben in einem ärzteportal das jüngst bei Fink erschienene oeuvre Philosophie und Fußball von Martin Gessmann, aus welchselbem ich aus uheberrechtlichen gründen hier nicht zitieren kann..

    geschrieben von Doc Sarah & die Doc Blog Dogs am 20. Jun, 2010

  12. Doc Sarah

    auch schön: ein besorgter Fan aus dem Dunstkreis der Bundesregierung

    geschrieben von Doc Sarah am 20. Jun, 2010

  13. Folkher Braun

    Gessmann hat von Fußball keine Ahnung,

    behaupte ich mal, weil er den Franz nicht verstanden hat. Der „Libero“ funktionierte nur, wenn er einen Schwarzenbeck als Ummähmaschine und einen Breitner als Vorwärtsverteidiger hatte.
    Ich erkläre Dir das mal vom DJK Milte. Auf der rechten Seite stand Jupp Kuhlage, links ich. Der Jupp hat Knochen aus Manganstahl. Da läufst Du als Stürmer drauf und anschließend liegt Du blutig daneben. Ich war aufgrund körperlicher Mängel ziemlich schnell, aber balltechnisch unbrauchbar. Wenn jetzt ein Stürmer mit dem Ball angelaufen kam, habe ich mich an Machiavelli Kapitel 48 der Discorsi gehalten: Wenn man beim Feind einen schweren Fehler bemerkt, so muss man immer annehmen, dass eine List dahintersteckt. Das haben sie in der Regel nicht angenommen, sind an mir vorbeigelaufen, haben in ihrer Fröhlichkeit den Ball zu weit vorgelegt – und dann war das Teil mit Folkher weg. Gessmann diskutiert Fußball vom Standpunkt des „unpredictable spectator“. Er weiß nichts davon, wie man da unten zur Sache geht.

    gruß f

    geschrieben von Folkher Braun am 22. Jun, 2010

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